28. Juni 2021 / 08:47 Uhr

Feinschliff und Abflug: So bereitet sich das DFB-Team am Montag auf den Klassiker gegen England vor

Feinschliff und Abflug: So bereitet sich das DFB-Team am Montag auf den Klassiker gegen England vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nur noch eine Trainingseinheit steht für das DFB-Team vor dem Klassiker gegen England an.
Nur noch eine Trainingseinheit steht für das DFB-Team vor dem Klassiker gegen England an. © Getty Images
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Nach drei Gruppenspielen in München geht das Löw-Team bei dieser EM erstmals auf eine Reise ins Ausland. Längst brennen Müller und Co. auf den Klassiker gegen England. Der Bundestrainer hat für sein Personal zuvor nochmals in Herzogenaurach den Feinschliff angesetzt.

Die Anspannung steigt. Noch ein Training im fränkischen Basiscamp, der Flug nach London, eine Nacht an der Themse – dann steht die Neuauflage des stets besonders emotionalen Klassikers an: England kontra Deutschland im Wembley-Stadion um den Einzug ins EM-Viertelfinale. "Das sind zwei große Fußball-Nationen, das wird hoffentlich ein Leckerbissen", sagte Bayern-Star Thomas Müller, der nach seiner Bankrolle gegen Ungarn wegen einer Knieblessur die deutsche Nationalmannschaft wieder von Beginn an antreiben soll.

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Bei der Übungseinheit am Montagvormittag in Herzogenaurach wird es um den taktischen Feinschliff gehen, am späteren Nachmittag hebt der Charterflieger mit dem DFB-Tross von Nürnberg nach London ab. Am Abend in London erhoffen sich die internationalen Medien bei einer Pressekonferenz Einblicke in Löws Achtelfinal-Pläne.

Goretzka gegen England in der Startelf?

Für das personelle Puzzle des Bundestrainers wird viel davon abhängen, ob die Stammkräfte Antonio Rüdiger (erkältet) und Ilkay Gündogan (Schädelprellung) wieder im Abschlusstraining dabei sein können und sich fit melden. Der Münchner Leon Goretzka brennt nach seinem Rettungstor gegen Ungarn auf seinen ersten Startelf-Einsatz bei diesem Turnier.

Löw erwartet für sein 198. Spiel als DFB-Chefcoach ein anderes Match, als es der zittrige Gruppenabschluss gegen die kompakten Magyaren (2:2) war. "Die Engländer müssen zu Hause sicherlich auch nach vorne spielen. Es wird ein offenes Spiel", sagte der 61-Jährige.

Löw: Da gibt es kein Pardon mehr

Im uneinsehbaren Adi Dassler Stadion wird Löw das Augenmerk beim letzten Üben nochmals auf defensive Stabilität und offensive Durchschlagskraft legen. "Wir müssen ein paar Dinge korrigieren, wir müssen absolut auf der Hut sein. Flanken in den Sechzehner und Standardsituation – da gibt es kein Pardon mehr", betonte Löw.

Im Team hat sich eine große Vorfreude breit gemacht. "In England gegen England zu spielen, ist riesig", sagte Außenbahnspieler Robin Gosens. Dass die pandemiebedingten Einreiseregeln im Vereinigten Königreich in Wembley nur 2000 deutsche Fans möglich machen, die in England leben, soll eine zusätzliche Motivation werden.


"Natürlich ist das schade für die Fans, aber für uns ist das zusätzliche Motivation. Es ist schon auch geil, wenn das ganze Stadion gegen einen ist", erklärte Gosens mit Blick auf den Dienstag (18 Uhr, ARD und MagentaTV). Das ganze Team müsse alles dafür tun, "damit die Engländer in ihrem eigenen Stadion so leise wie möglich sind".