06. Oktober 2020 / 21:45 Uhr

Löw gibt Havertz Startgarantie gegen die Türkei: "Genug Selbstvertrauen, hier anzugreifen"

Löw gibt Havertz Startgarantie gegen die Türkei: "Genug Selbstvertrauen, hier anzugreifen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw sieht Kai Havertz in einer zentralen Rolle im Team.
Bundestrainer Joachim Löw sieht Kai Havertz in einer zentralen Rolle im Team. © imago images/Schüler/Montage
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Mittelfeldspieler Kai Havertz gehört die Zukunft im DFB-Team. Daran zweifeln weder Fans oder Experten, noch Bundestrainer Joachim Löw. Sowohl mit dem Sommer-Transfer des Top-Talents zum FC Chelsea als auch mit dessen Entwicklung zeigt er sich äußerst zufrieden. Gegen die Türkei am Mittwochabend wird der 21-Jährige auf jeden Fall starten.

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Jetzt ist Kai Havertz am Zug. Beim Test-Kick gegen die Türkei werden sich viele Blicke auf den teuersten Transfer dieses Corona-Sommers richten. Von Joachim Löw gab es eine Startgarantie. Erstmals wird der 21-Jährige am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) im Kölner Stadion als Profi des FC Chelsea im Nationaltrikot auflaufen.

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Es ist für Havertz, für den der Premier-League-Klub inklusive Zulagen am Ende wohl bis zu 100 Millionen Euro an Bayer Leverkusen überweisen könnte, der Start in eine EM-Saison, in der er auch im DFB-Team wichtig(er) werden möchte: "Ich will überzeugen mit Leistung."

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Seit seinem kurzen Debüt vor zwei Jahren beim 2:1 gegen Peru kommt Havertz gerade mal auf sieben Länderspiele. "Ich bin noch jung und habe noch viele Jahre vor mir", bemerkte er in Köln. Aber er will sich dem Wettbewerb stellen: "Ich habe genug Selbstvertrauen, hier anzugreifen."

Mehr als sein Talent konnte er im Elitekreis noch nicht andeuten. Es wird langsam Zeit, dass sich die Prophezeiung von Joachim Löw erfüllt. "Kai Havertz kann für die Nationalmannschaft ein prägender Spieler sein. Für ihn finden wir einen Platz, auf jeden Fall", sagte Löw im Herbst 2019. Passiert ist wenig. Den Platz suchen Havertz und auch Löw immer noch.

Havertz's "großer Schritt"

"Kai tut unserem Spiel in jedem Fall in spielerischer und technischer Hinsicht gut", sagte Löw am Dienstag. Gegen die Türken soll der torgefährliche Mittelfeldspieler das Offensivspiel lenken. Havertz ist ein Fußball-Juwel. In Leverkusen war er eine Führungskraft. In England will er zu einem internationalen Star reifen. "Für mich war es ein großer Schritt, meine Familie, mein Umfeld zu verlassen", berichtete er. In London ist alles neu für ihn, auch sportlich – nur seinen Mitstreiter Timo Werner kennt er besser. "Es ist eine komplett andere Liga, intensiver und sehr anstrengend", sagte er nach seinen ersten Einsätzen in der Premier League.

Seinen ersten tollen Chelsea-Moment erlebte das "German Wunderkind", wie die BBC den 100-Millionen-Mann nannte, beim 6:0 im Ligapokal gegen den FC Barnsley. Drei Tore erzielte Havertz gegen den Zweitligisten. "Der Hattrick hat mir sehr gut getan", bekannte er vor dem Türkei-Spiel. Sein Trainer Frank Lampard schwärmte anschließend von einer "großartigen Nacht, die erste von vielen für ihn". Havertz sieht freilich bei sich "noch viel Potenzial nach oben".

Löw ist pro Chelsea

Löw bewertet Havertz' Wechsel auf die Insel positiv. "Chelsea finde ich gut. Chelsea zählt aktuell nicht zu den Top 5 in Europa. Aber sie haben viele gute, junge Spieler und gute Pläne für die nächsten fünf Jahre", sagte der Bundestrainer. Bis 2025 läuft Havertz' Vertrag.

Beim jüngsten Neustart der Nationalelf nach dem Corona-Lockdown konnte Löw die Platzsuche und die Integration von Havertz nicht wie gewollt vorantreiben. Havertz schaute in der Nations League beim 1:1 gegen Spanien 90 Minuten zu. Und vor dem 1:1 gegen die Schweiz reiste der Jungstar nach London, um den Wechsel zu Chelsea fix zu machen.

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Für Arthur, Kai Havertz und Leroy Sané (v. li.) haben ihre neuen Klubs allesamt viel Geld bezahlt. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über die 30 teuersten Transfers der Sommer-Periode 2020/21. ©

Löw mied das Risiko. "Wenn es um solche Transferdimensionen geht, hätte es keinen Sinn gemacht. Vielleicht geht er dann anders in die Zweikämpfe", begründete Löw die besondere Behandlung von Havertz. Löws Entgegenkommen könnte Havertz nun mit Topleistungen begleichen.