11. April 2021 / 06:33 Uhr

DFB gibt "katastrophales, peinliches Bild" ab - Union-Chef Zingler will Rücktritt von Löw und Bierhoff vor der EM

DFB gibt "katastrophales, peinliches Bild" ab - Union-Chef Zingler will Rücktritt von Löw und Bierhoff vor der EM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dirk Zingler spricht sich für einen Rücktritt von Oliver Bierhoff und Joachim Löw noch vor der EM im Sommer aus.
Dirk Zingler spricht sich für einen Rücktritt von Oliver Bierhoff und Joachim Löw noch vor der EM im Sommer aus. © IMAGO/Schüler/Contrast/Laci Perenyi (Montage)
Anzeige

Dass Joachim Löw nach der Europameisterschaft im Sommer seinen Dienst als Bundestrainer quittiert, ist längst klar. Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union Berlin, sprach sich nun jedoch für einen vorzeitigen Rücktritt noch vor dem Turnier aus – auch von DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Anzeige

Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union Berlin, hat den Deutschen Fußball-Bund scharf kritisiert und spricht sich für einen Rücktritt von Oliver Bierhoff und Joachim Löw vor der EM aus. "Es ist aus meiner Sicht ein katastrophales, peinliches Bild. Der DFB ist an der Spitze hoffnungslos zerstritten und dadurch führungslos", sagte der Vereinschef der Berliner der Bild am Sonntag.

Anzeige

Die Nationalmannschaft stehe beispielhaft für die Probleme des Verbands. "Ich glaube, es braucht einen kompletten personellen Neuanfang, um wirkliche Veränderungen in Gang setzen zu können", sagte Zingler. "Deshalb gehöre ich auch zu der großen Gruppe von Fußballfans in Deutschland, die es richtig finden würden, wenn Oliver Bierhoff und Jogi Löw noch vor der EM diesen Neuanfang ermöglichen würden. Das würde ihre unumstrittenen Verdienste der letzten Jahre nicht schmälern, sondern einen weiteren hinzufügen."

Nach der 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien in der WM-Qualifikation hatte Löw zuletzt persönliche Konsequenzen vor seinem angekündigten Rückzug als Bundestrainer im Anschluss an die EM ausgeschlossen.

Zingler zur Champions-League-Reform: "Klare Kante zeigen"

Mit Blick auf die bevorstehende Reform der Champions League forderte Union-Präsident Zingler die deutschen Vertreter in der Exekutive der Europäischen Fußball-Union UEFA und der Europäischen Clubvereinigung ECA zu einer ablehnenden Haltung auf. Diese müssten "mutig sein und klare Kante zeigen. Selbst wenn man weiß, dass man dieses oder jenes nicht mehr verhindern kann, aber zumindest kann man mit einer deutlichen Positionierung den Fans hierzulande zeigen, dass man sie hört und sie achtet", sagte der Vereinschef der Berliner.

Die UEFA will am 19. April über die Reform des Europapokals entscheiden. Dabei geht es unter anderem darum, in welchem Format die Champions League ab 2024 ausgetragen wird. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, dass 36 statt bislang 32 Teams teilnehmen sollen. Die Zahl der Partien pro Saison würde deutlich ansteigen.