22. März 2020 / 11:44 Uhr

DFB-Vize Koch warnt in Corona-Krise: "Geht im Profifußball um zigtausend Arbeitsplätze"

DFB-Vize Koch warnt in Corona-Krise: "Geht im Profifußball um zigtausend Arbeitsplätze"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 DFB-Vizepräsident Rainer Koch will sich in der Corona-Krise auf die Einschätzungen der Virologen verlassen.
DFB-Vizepräsident Rainer Koch will sich in der Corona-Krise auf die Einschätzungen der Virologen verlassen. © imago images/Jan Huebner
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Für DFB-Vizepräsident Rainer Koch müsse der Fußball seinen Beitrag leisten, damit die Coronavirus-Krise in Deutschland ein schnelles Ende findet. Gleichzeitig müsse der Profifußball rasch Klarheit schaffen, wie es nach der Krise weiter geht.

DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat den deutschen Fußball in der Coronavirus-Krise zu Geduld gemahnt. Der Sport müsse "seinen Beitrag leisten", damit es wieder weniger Fälle in Deutschland gibt. Gleichzeitig sei es an DFL und DFB, nun Szenarien zu schaffen, wie es nach der Corona-Krise mit dem Fußball weitergehen kann.

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"Wir wollen einen Beitrag leisten, dass die Menschen den Glauben nicht verlieren", sagte Koch im "Doppelpass" von Sport1. Man dürfe nun jedoch keine Spekulationen anstellen, wie es weiterginge. Koch: "Es heißt, es gebe in Deutschland 80 Millionen Bundestrainer. Aktuell habe ich den Eindruck, wir haben 80 Millionen Virologen." Als Reaktion auf die Pandemie hatte der DFB flächendeckend Amateurspiele abgesagt.

Rainer Koch: Diese drei Schritte stehen an

Koch plädierte dafür, Amateur- und Profifußball in der Corona-Frage zu trennen. Es gehe nicht darum, "eine Lex Fußball zu schaffen", sagte er. "Wichtig ist, dass wir deutlich machen, dass es sich beim Profifußball um einen Business handelt", erklärte der DFB-Vize. "Da geht es um zigtausende Arbeitsplätze." Als Erstes gehe es um Gesundheit, dann um die Liquidität der Vereine. Dann geht es darum, Einnahmen zu erhalten, sagte Koch. Dazu seien Geisterspiele ein Instrument, um zumindest die TV-Gelder an die Klubs verteilen zu können.

Man müsse "an den Tag nach Corona denken", sagte Koch. "Im Profifußball sind wir ein Teil der Berufswelt." Koch sieht im Hinblick auf die 1. und die 2. Bundesliga DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in der Pflicht, Szenarien zu entwerfen. Nach SPORTBUZZER-Informationen sieht eine dieser Optionen auch eine Art Mini-WM vor, um die Bundesliga innerhalb einer möglichst kurzen Zeit zu beenden.