26. November 2020 / 14:04 Uhr

DFB-Vizepräsident Peter Peters zur Löw-Debatte: "Hauruck-Aktionen sind selten die beste Lösung"

DFB-Vizepräsident Peter Peters zur Löw-Debatte: "Hauruck-Aktionen sind selten die beste Lösung"

Tobias Holtkamp
Die Debatte um Joachim Löw (links) und das geschasste Weltmeister-Trio will DFB-Vize Peter Peters (rechts) nicht überbewerten.
Die Debatte um Joachim Löw (links) und das geschasste Weltmeister-Trio will DFB-Vize Peter Peters (rechts) nicht überbewerten. © imago images (Montage)
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Seit der herben 0:6-Klatsche gegen Spanien in der Nations League steht Nationaltrainer Jogi Löw ganz besonders in der Kritik. Im Dezember stellt sich die Frage, ob er tatsächlich gehen muss. DFB-Vize Peter Peters appelliert gegenüber dem SPORTBUZZER, miteinander und nicht übereinander zu sprechen.

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Peter Peters entscheidet als 1. Vizepräsident beim DFB und Aufsichtsratsvorsitzender der DFL maßgeblich mit über die Zukunft des deutschen Fußballs. Gegenüber dem SPORTBUZZER äußert sich der 58-Jährige zur Debatte über Bundestrainer Joachim Löw und die mögliche Rückkehr der früheren Leistungsträger Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller. Peters über …

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… die angebliche Krisensitzung mehrerer DFB-Verantwortlicher nach der 0:6-Niederlage der Nationalmannschaft gegen Spanien:

… Es ist immer wieder beeindruckend: Sobald nach so einem Ergebnis zwei Menschen einen Kaffee trinken, ist das oft schon eine Krisensitzung. Sagen wir es so: Natürlich können wir nach so einem Spiel nicht zur Tagesordnung übergehen, aber das macht ja auch keiner. Es ist in solchen Fällen immer sehr vernünftig, mit- statt übereinander zu sprechen. Das machen wir auch jetzt.

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… über eine mögliche Hauruck-Entscheidung gegen Bundestrainer Joachim Löw:
… Hauruck-Aktionen sind selten die beste Lösung. Spanien ist eine sehr gute Mannschaft. Das heißt nicht, dass unser Auftritt zu entschuldigen war, das sieht auch niemand so. Die Aussagen nach dem Spiel waren doch sehr deutlich, keiner hat versucht, irgendetwas zu entschuldigen.

Peters über geschasstes Trio: "Urkompetenz des Bundestrainers"

… eine mögliche Rückkehr der aussortierten Routiniers Hummels, Boateng und Müller:

… Diese sportlichen Einschätzungen und Bewertungen sind die Urkompetenz des Bundestrainers. Ganz grundsätzlich finde ich: Solche Diskussionen gehören dazu. Das gibt es im Vereinsfußball doch fast wöchentlich, dass stundenlang über Personalentscheidungen diskutiert wird. Würde man da jedes Mal reagieren, wäre in der Bundesliga schon längst das Chaos ausgebrochen. Dafür haben wir Cheftrainer. So etwas zu entscheiden, ist ihre Kompetenz. Und damit liegt es auch in den richtigen Händen.