06. Oktober 2021 / 13:41 Uhr

Bierhoff bestätigt: DFB verzichtet bei Kommunikation künftig auf WhatsApp

Bierhoff bestätigt: DFB verzichtet bei Kommunikation künftig auf WhatsApp

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
WhatsApp soll beim DFB künftig kein Kommunikationsweg mehr sein, wie Oliver Bierhoff bestätigte.
WhatsApp soll beim DFB künftig kein Kommunikationsweg mehr sein, wie Oliver Bierhoff bestätigte. © Getty Images/IMAGO/Friedrich Stark (Montage)
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Der Deutsche Fußball-Bund wird künftig nicht mehr über den Messengerdienst WhatsApp kommunizieren. DFB-Direktor Oliver Bierhoff erklärt die Entscheidung und bestätigt einen entsprechenden SPORTBUZZER-Bericht.

In der Kommunikation werden die Mitarbeiter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) künftig auf den Nachrichtendienst WhatsApp verzichten. "Es gibt da mittlerweile viele rechtliche und auch datenschutztechnische Bedenken, weil alle Kontaktdaten nach Amerika wandern - das können wir als Unternehmen nicht mehr verantworten. Deshalb haben wir auch als Geschäftsführung diese Maßnahme begrüßt", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff auf der Pressekonferenz am Mittwoch und bestätigte damit einen SPORTBUZZER-Bericht vom Morgen.

Auch andere große Unternehmen wie etwa die Deutsche Bank oder Autozulieferer Continental haben den Verzicht auf WhatsApp bereits vollzogen. Beim DFB soll nun der Messengerdienst Signal zum Einsatz kommen. 2019 wurde die Nutzung des Messengers WhatsApp wegen eines Patentverstoßes sogar teilweise gerichtlich in Deutschland verboten. Dass das Weiterleiten und sogar schon das bloße Empfangen von Bildern oder Videos über WhatsApp strafbar sein kann, ist vielen Nutzern nicht bewusst. Da der Messaging-Dienst die versendeten Bilder und Videos nicht prüft, können so pornografische oder volksverhetzende Inhalte ungehindert verbreitet werden.

Im Mai hatte die Hamburger Datenschutzbehörde die personenbezogene Datenweitergabe von WhatsApp per Anordnung verboten. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, kann die App nur noch eingeschränkt nutzen. Auch der schlingernde DFB will sich offenbar nicht weiter angreifbar machen und hat nun beschlossen, auf die WhatsApp-Nutzung auf den Diensthandys der Mitarbeiter zu verzichten - die Nationalspielerinnen und Nationalspieler sind davon natürlich nicht betroffen.

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Bei der Entscheidung der IT-Abteilung könnte es zudem auch eine Rolle gespielt haben, dass in der Vergangenheit immer wieder Interna aus dem Verband an die Öffentlichkeit drangen, dabei ging es unter anderem auch um WhatsApp-Verläufe.