08. April 2020 / 15:35 Uhr

Ex-DFL-Boss Rettig warnt: Bevorzugung der Bundesliga-Klubs bei Corona-Tests "schwer zu vermitteln"

Ex-DFL-Boss Rettig warnt: Bevorzugung der Bundesliga-Klubs bei Corona-Tests "schwer zu vermitteln"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-DFL-Chef Andreas Rettig warnt vor einer Bevorzugung der Bundesliga-Klubs bei Corona-Tests.
Ex-DFL-Chef Andreas Rettig warnt vor einer Bevorzugung der Bundesliga-Klubs bei Corona-Tests. © dpa/Montage Behrens
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Regelmäßige Corona-Tests bei den Bundesliga-Klubs sind immer wieder Thema in den Überlegungen zur Fortsetzung der unterbrochenen Saison. Ex-DFL-Chef Andreas Rettig mahnt zur Vorsicht was Bevorzugungen betrifft.

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Im Fall einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs hat Andreas Rettig vor einer Bevorzugung der Bundesliga-Vereine bei Corona-Tests gewarnt. "Dieser Weg wäre schwierig zu vermitteln, wenn das Gefühl entstünde, dass Tests für den Fußball zu Lasten der Bevölkerung gehen", sagte der frühere Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Interview der Augsburger Allgemeine. "Da hoffe ich, dass die neue Medizin-Kommission der DFL zu einem Ergebnis kommt, das nicht zu Lasten der Bevölkerung geht."

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Der MDR-Sendung "Sport im Osten" aus der vergangenen Woche zufolge sollen bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga die Profis alle drei Tage auf eine mögliche Infektion mit Corona getestet werden. Bei einem positiven Befund sollen nicht mehr alle Spieler der Mannschaft in Quarantäne geschickt werden, sondern nur infizierte.

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Rettig war von 2013 bis 2015 Geschäftsführer der DFL. Er warnte davor, die Krise der Bundesliga zu dramatisieren. "Der Fußball hat in unserem Land einen hohen Stellenwert, es gibt etwa 20 Millionen Fußballinteressierte, die an jedem Wochenende sich für die Spiele interessieren", sagte er. "Aber man darf den Fußball auch nicht überhöhen, gerade was die wirtschaftlichen Dinge angeht." Bei einem Gesamtumsatz von knapp fünf Milliarden Euro sei das, "was der Profifußball leistet, gesamtwirtschaftlich zu vernachlässigen".