06. Mai 2020 / 16:56 Uhr

DFL-Boss Christian Seifert: Bundesliga-Fortsetzung "gute Nachricht" - verbunden mit "großer Verantwortung"

DFL-Boss Christian Seifert: Bundesliga-Fortsetzung "gute Nachricht" - verbunden mit "großer Verantwortung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 DFL-Boss Christian Seifert begrüßt die Entscheidung der Politik.
DFL-Boss Christian Seifert begrüßt die Entscheidung der Politik. © imago images/brennweiteffm
Anzeige

Die Politik gibt grünes Licht für eine Fortsetzung der Bundesliga. Nun hat sich DFL-Boss Christian Seifert über die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer geäußert. Er spricht von einer "guten Nachricht" für die Liga. Die Klubs hätten nun eine "große Verantwortung".

Jetzt äußert sich Christian Seifert: Der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat die Entscheidung seitens der Politik, dass die Bundesliga ab Mitte Mai den Spielbetrieb mit Geisterspielen fortsetzen darf, in einer Stellungnahme begrüßt. "Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga", wird der Liga-Boss zitiert. Die Klubs und ihre Angestellten hätten nun die "große Verantwortung", die medizinischen und organisatorischen Vorgaben "diszipliniert umzusetzen".

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Seifert ging in seinem Statement auch auf die Kritik von zahlreichen Fans ein, die die Pläne zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs weiterhin ablehnen: "Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung", räumte der 50-Jährige ein. "Es ist in einer für einige Klubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren." Abschließend bedankte sich Seifert für das "Vertrauen" der politischen Entscheidungsträger aus Bund und Ländern.

Bundesregierung lässt Start-Termin für Bundesliga offen

Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten nach einer kontroversen Debatte über die Fortsetzung der Bundesliga-Saison eine Entscheidung getroffen: Der Ball darf wieder rollen. Einzig der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs blieb offen. Der Politik-Gipfel konnte sich lediglich darauf einigen, dass "ab der zweiten Mai-Hälfte" gespielt werden solle. Hintergrund der weiter offenen Termin-Frage sollen unterschiedliche Ansichten der Ministerpräsidenten sein, die sich am Mittwoch nicht in Einklang bringen ließen.

Fortsetzung oder Abbruch: So ist der Stand in den internationalen Topligen

Das Coronavirus legt den Fußball in Europa lahm - mit Ausnahme der weißrussischen Liga müssen alle Wettbewerbe pausieren. Die Länge der Zwangspause ist dabei unterschiedlich bemessen. Der <b>SPORT</b>BUZZER fasst den Stand zusammen - wie lange pausieren die Ligen in Europa? Zur Galerie
Das Coronavirus legt den Fußball in Europa lahm - mit Ausnahme der weißrussischen Liga müssen alle Wettbewerbe pausieren. Die Länge der Zwangspause ist dabei unterschiedlich bemessen. Der SPORTBUZZER fasst den Stand zusammen - wie lange pausieren die Ligen in Europa? ©

Die genaue Terminierung der Liga-Fortsetzung gab die DFL am Mittwochabend bekannt: Weiter geht es am 15. März. Am Donnerstag kommen dennoch die 36 deutschen Profi-Klubs der Bundesliga und der 2. Liga zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammen. Klar ist: Alle Partien werden als Geisterspiele ausgetragen. Kern der Terminfrage ist eine vorgesehene vorgeschaltete Quarantäne der Mannschaften. Zunächst hieß es, diese müsse zwei Wochen andauern. Von diesem Zeitraum war am Mittwochnachmittag aber nicht mehr explizit die Rede.

Bundesliga soll in Quarantäne

In der Beschlussvorlage des Bundes hieß es am Mittwochmorgen: "Dem Beginn des Spielbetriebs muss, wie in dem geprüften Konzept vorgesehen, eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen." Die Profis sind bei ihren Klubs weitgehend streng isoliert, aber noch nicht komplett in Quarantäne. Merkel wies darauf hin, dass der Saisonstart unter den "getesteten und genehmigten Regeln" stattfinden werde. Die DFL hatte zuletzt ein umfangreiche Hygiene- und Sicherheitskonzept, das unter anderem regelmäßige Corona-Tests vorsieht, vorgelegt.