16. März 2021 / 12:20 Uhr

Hygienekonzepte in DFL, HBL, BBL, DEL: So ist der Stand ein Jahr nach dem ersten Lockdown

Hygienekonzepte in DFL, HBL, BBL, DEL: So ist der Stand ein Jahr nach dem ersten Lockdown

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Jahr spielt der Profi-Sport in Deutschland nun schon dank Hygiene-Konzepten.
Ein Jahr spielt der Profi-Sport in Deutschland nun schon dank Hygiene-Konzepten. © IMAGO/Poolfoto/foto2press/Nordphoto/Hübner (Montage)
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Vor genau einem Jahr ging Deutschland erstmals in den Corona-Lockdown. Der SPORTBUZZER schaut auf den Stand in den ersten Ligen im Fußball, Handball, Basketball und Eishockey: Wie ist das Hygienekonzept? Was gilt dort derzeit für den Spielbetrieb?

Vor genau einem Jahr, am 16. März 2020, ging Deutschland wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals in einen Lockdown. Somit hat auch der Profisport seit genau einem Jahr mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen und muss aufgrund der seit Monaten hohen Infektionszahlen nahezu komplett ohne Zuschauer auskommen. Die Partien der Fußball-Bundesliga, der Handball- und der Basketball-Bundesliga (HBL bzw. BBL) sowie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) können seitdem nur unter Einhaltung strenger Hygienekonzepte, die sich die Ligen selbst auferlegt haben, durchgeführt werden. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), gibt einen Überblick darüber, wie der Stand in den ersten Ligen vier großen Ballsportarten derzeit ist und was das jeweilige Konzept vorsieht.

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Fußball

89 Seiten umfasst das gemeinsame Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga und des Deutschen Fußball-Bundes, das von der "Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb im Profifußball" entwickelt wurde, um im Mai vergangenen Jahres die Wideraufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und der 2. Liga zu ermöglichen. Es wurde mehrfach überarbeitet und angepasst. Wichtige Regelungen: Regelmäßige PCR-Testungen von Spielern, Trainern und Betreuern - Häufigkeit abhängig vom Pandemielevel. Beispiel: Legt man die aktuelle bundesweite 7-Tage-Inzidenz von mehr als 80 pro 100.000 Einwohner zugrunde, gilt der Pandemielevel als hoch. Demnach müssen die im Monitoring befindlichen Personen zweimal pro Woche im Abstand von maximal fünf Tagen getestet werden, zudem vor jedem Spiel frühestens 36 Stunden vor dem Anpfiff. Das Konzept teilt zudem die Stadien in mehrere Zonen auf und regelt, in welcher Zone sich wie viele und welche Personen aufhalten dürfen (Zone 1: u.a. Spielfeld, Spielertunnel, Kabinen; Zone 2: u.a. Medienbereich, Journalistenplätze; Zone 3: Ü-Wagen-Stellplatz).

Handball und Basketball

Die Handball-Bundesliga (HBL) und die Basketball-Bundesliga (BBL) haben ein gemeinsames Hygienekonzept zur Durchführung ihres Spielbetriebes unter Corona-Bedingungen erarbeitet. Während die HBL die vergangene Saison abbrach und Meister THW Kiel auf Grundlage der sogenannten Quotientenregel - Anzahl der Punkte geteilt durch die Anzahl der absolvierten Spiele - kürte, brachte die BBL die Spielzeit 2019/2020 unter strengen Hygienevorschriften mit einem Turnier in München zuende. Ähnlich wie beim Fußball verpflichten sich auch HBL und BBL, Spieler, Trainer und Betreuer über die gesetzlichen Regelungen zum Infektionsschutz hinaus in ein permanentes Monitoring mit PCR-Testungen einzuschließen. Bei einem hohen Pandemielevel in der Stadt bzw. dem Kreis, wo der jeweilige Klub ansässig ist, plus der angrenzenden Städte und Kreise müssen Spieler, Trainer, Physiotherapeuten, Ärzte, Sportdirektoren und Teambetreuer zweimal pro Woche getestet werden. Der zweite Test muss zwei Tage vor einem Spiel erfolgen - Ausnahme: Englische Wochen. Dann muss am Tag vor dem Spiel getestet werden.

Eishockey

Wie die HBL hat auch die DEL ihre vergangene Saison abgebrochen. Anders als im Handball wurde aber im Eishockey 2020 kein Deutscher Meister bestimmt. Der Start in die neue Saison wurde mehrfach verschoben, weil die Klubs befürchteten, den Ausfall der Zuschauereinnahmen nicht kompensieren zu können. Erst ab dem 17. Dezember gingen wieder die ersten DEL-Partien über die Bühne. Der Leitfaden für den Spielbetrieb ist an das Konzept von HBL und BBL angelehnt. Auch das Konzept der Fußballer galt als Maßstab. Entsprechend engmaschig ist auch hier die Teststrategie: drei Tests pro Woche - ein PCR-Test und ein Antigen-Schnelltest für Spieler, Trainer und Betreuer. Der Spielplan ist zudem reduziert. Statt einer Doppelrunde mit 52 Spieltagen und anschließenden Play-offs sind pro Team 38 Begegnungen vorgesehen. Aus der Nord- und der Südgruppe ziehen je vier Teams in die Play-offs ein - normalerweise sind es inklusive Pre-Play-offs zehn aus der 14er Liga. Statt "best of seven" (üblicherweise ab Viertelfinale) soll dann ein "best of three" gespielt werden.