17. Januar 2023 / 15:32 Uhr

DFL-Chef Hans-Joachim Watzke mit Appell an Bundesliga-Klubs – Heim-EM "riesige Chance"

DFL-Chef Hans-Joachim Watzke mit Appell an Bundesliga-Klubs – Heim-EM "riesige Chance"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hans-Joachim Watzke (Mitte), Sprecher des DFL-Präsidiums, und die beiden aktuellen DFL-Geschäftsführer Oliver Leki (links) und Axel Hellmann stehen beim DFL-Neujahrsempfang zusammen.
Hans-Joachim Watzke (Mitte), Sprecher des DFL-Präsidiums, und die beiden aktuellen DFL-Geschäftsführer Oliver Leki (links) und Axel Hellmann stehen beim DFL-Neujahrsempfang zusammen. © dpa
Anzeige

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga hat DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke die Bundesliga-Klubs für die gute Arbeit gelobt. Obwohl er den deutschen Fußball auf einem guten Weg sieht, hat der 63-Jährige vor allem mit Blick auf die Heim-EM 2024 um Unterstützung geworben.

DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke sieht den deutschen Fußball im Vergleich mit anderen europäischen Top-Ligen auf einem sehr guten Weg. Er wünsche sich, "dass wir mal wieder Selbstbewusstsein haben", sagte Watzke am Dienstag beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga in Offenbach. "Dass wir uns nicht pausenlos erzählen, in der Premier League, da fließt so viel Geld. Ja, und? Wo ist das Problem?" Die Bundesliga stelle aktuell sieben Vereine in den Europapokal-Wettbewerben. "Das ist eine super Bilanz", sagte der Chef von Borussia Dortmund.

Anzeige

Zwar habe die Nationalmannschaft zuletzt enttäuscht. Aber wenn es nur um die nationale Auswahl gehe, verstehe er nicht, woher die Premier League ihr Selbstbewusstsein habe, sagte der 63-Jährige. "Ich glaube, dass wir momentan deutlich besser dastehen als vor zwei, drei Jahren. Auf diesem Weg müssen wir weitermachen, wir müssen unseren eigenen Weg gehen, einen deutschen Weg." Zu diesem gehörten die niedrigsten Eintrittspreise für die Partien und die höchsten Zuschauerzahlen. Die Liga dürfe nicht das "Rattenrennen" mitmachen, wer noch mehr Geld zahle, sagte Watzke. Mit "Selbstbewusstsein, Haltung und Ehrgeiz könne viel erreicht werden".

Watzke setzt zudem auf eine breite Unterstützung für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Zur Kritik an der WM in Katar sagte er: "Es nutzt niemandem, wenn man im Vorfeld eine Weltmeisterschaft schon derart kaputt schreibt. Da hat niemand etwas davon, nicht einmal die Gastarbeiter in Katar haben etwas davon." Rund um das WM-Turnier 2022 im Emirat hatte es weltweit Kritik wegen der Menschenrechtslage gegeben.

Watzke: "Nicht in Kleinkrämerei verstricken"

Der DFL-Aufsichtsratschef schwor die anwesenden Spitzenkräfte der 36 Profiklubs auf die Heim-EM ein und verwies dabei auch auf ein verbessertes Verhältnis zum Deutschen Fußball-Bund (DFB): "Wir haben nur einen deutschen Fußball. Wir haben eine riesige Chance, uns der ganzen Welt zu präsentieren. Das ist zwar nur eine Euro (...), aber da guckt die ganze Welt drauf", sagte der BVB-Geschäftsführer: "Wir können in der Nach-Corona-Zeit zeigen, welche Kraft der Fußball ausstrahlen kann. Von daher müssen wir in den nächste eineinhalb Jahren alles dafür tun, dass wir eine großartige Europameisterschaft spielen und uns nicht in Kleinkrämerei verstricken."

Anzeige

Die DFL als Dachorganisation des Profifußballs veranstaltete erstmals seit 2020 und Beginn der Corona-Pandemie wieder einen Neujahrsempfang. Nach der Trennung von Geschäftsführerin Donata Hopfen Anfang Dezember führen Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann (51), zuvor schon Präsidiumsmitglied der DFL, und Oliver Leki (49), Finanzvorstand des SC Freiburg, die DFL seit dem 1. Januar übergangsweise bis zum 30. Juni 2023. Hopfen hatte Anfang Dezember nach nicht einmal einem Jahr im Amt gehen müssen.

Anzeige: Erlebe den DFB-Pokal mit WOW und fiebere live mit!