14. September 2020 / 07:18 Uhr

DFL-Chef Christian Seifert sorgt sich um Fan-Nachwuchs: Premier League und Netflix größten Konkurrenten 

DFL-Chef Christian Seifert sorgt sich um Fan-Nachwuchs: Premier League und Netflix größten Konkurrenten 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für DFL-Chef Christian Seifert sind die Premier League und Netflix die größten Konkurrenten der Bundesliga.
Für DFL-Chef Christian Seifert sind die Premier League und Netflix die größten Konkurrenten der Bundesliga. © dpa/Montage
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Sinkt das Interesse von jungen Menschen am Fußball wirklich? DFL-Geschäftsführer Christian Seifert verspürt dieses Gefühl ganz besonders in der aktuellen Situation. Und er nennt zwei Konkurrenten der Bundesliga.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert macht sich Sorgen um den Bedeutungsverlust des Fußballs bei jüngeren Menschen. "Wie können diese für die Bundesliga begeistert werden? Umso mehr, wenn, wie coronabedingt in der aktuellen Situation, weniger Menschen in die Stadien dürfen", fragte der Chef der Deutschen Fußball Liga im Interview mit dem Kicker. "Unsere größten Konkurrenten der Zukunft sind die Premier League und Netflix." Dies habe er schon vor Jahren gesagt.

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Der 51-Jährige verwies auf die Ergebnisse einer Studie der European Club Association, der Interessensvertretung europäischer Vereine. Darin sei das Fanverhalten in sieben Ländern untersucht worden. "Eines der Ergebnisse: In der Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen verliert der Fußball stark an Bedeutung", sagte Seifert. "Der Fußball muss sich also generell fragen, wie man auch in Zukunft noch viele Menschen für sich begeistert."

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Der DFL-Geschäftsführer sprach sich in dem Kicker-Interview gegen eine Umverteilung der TV-Einnahmen aus der Vermarktung der Fußball-Bundesliga aus, um den Titelkampf wieder offener werden zu lassen. "Ich halte es für eine Illusion, dass eine vollständige Gleichverteilung der nationalen Medienerlöse der Schlüssel für einen spannenderen Titelkampf ist", sagte Seifert. Die Hebel seien überschaubar, meinte der 51-Jährige weiter. Er verwies darauf, dass die nationalen Medienerlöse zu 54 Prozent gleich verteilt würden. "Das ist mehr als in allen anderen europäischen Ligen."