17. März 2020 / 18:28 Uhr

DFL-Boss Christian Seifert erklärt: Klubs und Spieler debattieren über Gehaltsverzicht

DFL-Boss Christian Seifert erklärt: Klubs und Spieler debattieren über Gehaltsverzicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wird in der aktuellen Situation ein souveränes Handeln attestiert.
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wird in der aktuellen Situation ein souveränes Handeln attestiert. © imago images/Revierfoto
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Um den Klubs in der vom Coronavirus ausgelösten finanziellen Krise zu helfen, könnten Spieler auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. Diese Forderung kam auch von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. DFL-Boss Christian Seifert betonte nun, dass dieses Thema bereits debattiert wird.

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In der Debatte um die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise im Fußball hat es nach Angaben von DFL-Chef Christian Seifert bereits Gespräche zwischen Spielern und Vereinen über einen Gehaltsverzicht gegeben. „Was Markus Söder gesagt hat, ist das, was viele Menschen denken“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga am Dienstag in einem Live-Interview der Bild-Zeitung. Er wisse „von Klubs, die längst mit ihren Spielern darüber sprechen und vielleicht schon umgesetzt haben. Aber klar, die Forderung ist nachvollziehbar. Viele Akteure müssen ihren Beitrag leisten.“

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Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hatte zuvor die Profis dazu aufgerufen, auf Millionen zu verzichten, um ihren Vereinen in der Corona-Krise zu helfen. „Ganz ehrlich: Es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe jetzt, dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können“, hatte Söder gesagt und erklärt, er fände es in Ordnung, wenn viele derjenigen Spieler, „die ganz große Gehälter bekommen“, ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären. „Deswegen wäre vielleicht jetzt mal die Idee, dass da jeder seinen Beitrag macht, damit sein Verein, die Liga und der Sport auch dann wieder stattfinden kann, wenn - so hoffen wir - die Krise überwunden wurde.“

Rettig befürwortet Gehaltsverzicht

Zustimmung bekam der bayrische Politiker wenig später auch vom ehemaligen Funktionär Andreas Rettig. "Jeder sollte bedenken, dass in dem Fall, dass es keinen Gehaltsverzicht der Spieler gibt, die Kosten woanders gespart werden müssen. Also werden die Vereine die Kader von 30 auf vielleicht 25 Spieler reduzieren", sagte der ehemalige DFL-Chef und Ex-Geschäftsführer des FC St. Pauli am Montag in der Sendung "100 Prozent Bundesliga - Spezial" beim TV-Sender Nitro.

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Die Bundesliga unterbricht ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens 2. April. „Wir sind ganz weit davon entfernt, über eine Fortführung der Liga nachzudenken“, sagte Seifert nun. Ein Vorteil: Die UEFA beschloss nun die Verlegung der EM auf den Sommer 2021. "Wir haben etwas Planungssicherheit. Wir könnten theoretisch nun bis in den Juli hinein planen. Theoretisch haben wir neue Spielräume gewonnen", erklärte der DFL-Boss, meinte aber: „Es kann sein, dass es ungewöhnliche Spieltaktungen gibt.“