05. November 2020 / 19:29 Uhr

Corona-Tests für Bundesliga "im Promillebereich" – DFL-Taskforce plant dennoch Alternativen

Corona-Tests für Bundesliga "im Promillebereich" – DFL-Taskforce plant dennoch Alternativen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Deutsche Fußball-Liga plant, die Spieler weiter auf Corona zu testen – erarbeitet aber auch Alternativen.
Die Deutsche Fußball-Liga plant, die Spieler weiter auf Corona zu testen – erarbeitet aber auch Alternativen. © imago images/osnapix
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Die Corona-Tests, die für die Spieler der Bundesliga benutzt werden, machen nur rund 0,2 Prozent aller in Deutschland durchgeführten Tests aus. Die Deutsche Fußball Liga möchte zwar weiter testen, plant aber auch mit Alternativen.

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Vor dem Hintergrund begrenzter Testkapazitäten stehen für die Bundesliga mit ihren regelmäßigen Corona-Tests keine Engpässe im Raum. "Man muss schon sagen, dass wir im Promillebereich liegen für die Testungen, die für die Bundesligaspieler in den Laboren erfolgen", sagte Jan Kramer, Vorstand beim Verein Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. "Im Moment kann ich aus den mir bekannten Laboren, die solche Testungen durchführen, berichten, dass es im Promillebereich liegt und hierdurch keine Gefährdung der medizinischen Versorgung entsteht.-"

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DFL: 3000 bis 3600 Tests pro Woche

Wie die Deutsche Fußball Liga am Donnerstag mitteilte, geht sie auf Basis der Erfahrungen in der Vorsaison von 3000 bis 3600 Tests pro Woche für die Bundesliga und die 2. Liga aus. Dies entspreche einem Anteil von etwa 0,2 Prozent der realen wöchentlichen Kapazität von knapp 1,6 Millionen Tests, die laut Robert Koch-Institut in dieser Woche zur Verfügung stehen. Laut DFL verteilen sich die Tests auf deutschlandweit zehn Labore.

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Für den Fall von Test-Engpässen: DFL erarbeitet Alternativen

Der ALM, der Interessenverband der akkreditierten medizinischen Labore in Deutschland, wies zudem nochmals darauf hin, dass Tests denjenigen zuerst zur Verfügung gestellt würden, die es dringend brauchen würden, also symptomatischen Patienten. Die DFL befasst sich nach eigenen Angaben mit Alternativen und Strukturen für den theoretischen Fall, dass der Profifußball Engpässe bei den Testmöglichkeiten für systemrelevante Bereiche verursachen sollte.



Auswärtsmannschaften müssen bei hohem Pandemie-Level bis auf weiteres nun frühestens 52 Stunden vor dem Anstoß des Spiels getestet werden. Bisher lag dieser Zeitraum bei 36 Stunden. Mit der längeren Frist sollen Reiseabläufe sowie die Abstimmung mit Laboren und deren Arbeit erleichtert werden.