30. Mai 2022 / 16:38 Uhr

DFL-Chefin Donata Hopfen stellt klar: Supercup in Saudi-Arabien spielt "keine Rolle" - Bekenntnis zu 50+1

DFL-Chefin Donata Hopfen stellt klar: Supercup in Saudi-Arabien spielt "keine Rolle" - Bekenntnis zu 50+1

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFL-Chefin Donata Hopfen schließt einen Supercup in Saudi-Arabien aus – und bekennt sich zur 50+1-Regel.
DFL-Chefin Donata Hopfen schließt einen Supercup in Saudi-Arabien aus – und bekennt sich zur 50+1-Regel. © IMAGO/Nico Herbertz (Montage)
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Donata Hopfen hat einem möglichen deutschen Supercup in Saudi-Arabien eine Absage erteilt. Dieser spiele "keine Rolle" und habe es auch nie gespielt, sagte die Chefin der Deutschen Fußball Liga nach einer Mitgliederversammlung. Hopfen bekannte sich auch zur 50+1-Regelung.

DFL-Chefin Donata Hopfen hat einen deutschen Supercup in Saudi-Arabien ausgeschlossen und das Bekenntnis zur 50+1-Regel bekräftigt. Ein Supercup in Saudi-Arabien spiele "keine Rolle" und habe es auch nie gespielt, "um das einmal ganz klar zu sagen", betonte die 46 Jahre alte Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga am Montag in Wiesbaden nach der Mitgliederversammlung.

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Hopfen hatte Anfang Februar in einem Interview sowohl Play-offs in der Bundesliga als auch einen deutschen Supercup in Saudi-Arabien nicht ausgeschlossen. "Ich habe gesagt, dass wir neu denken müssen und dass wir an vielen Stellen sicherlich offen sein müssen für Innovation", sagte sie nun. Nachdem, was aus ihren Aussagen geworden sei, würde sie das Thema heute stärker abgrenzen. "Das Thema eines Supercups in Saudi-Arabien war nie Teil der Planung und wird es auch zukünftig nie sein."

Der deutsche Fußball stehe in einem immer härteren internationalen Wettbewerb, in dem ein eigener Weg gefunden werden müsse. "Ein Weg, auf dem die 50+1-Regel nicht zur Debatte steht und eben trotzdem ein Weg, der auch dafür sorgt, dass wir international konkurrenzfähig bleiben", betonte Hopfen. Man müsse offen für Neues sein, sagte sie allgemein. Hopfen hatte ihren Posten als Nachfolgerin von Christian Seifert zum 1. Januar 2022 angetreten.

DFL-Klubs verankern Thema Nachhaltigkeit in Lizenzordnung

Die 50+1-Regel besagt im Kern, dass die Stammvereine immer die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen müssen. Damit soll ein zu starker Einfluss durch externe Geldgeber verhindert werden. Der Umgang mit der Regel ist seit Jahren ein Streitpunkt.

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In Anschluss an die DFL-Mitgliederversammlung wurde zudem bekannt, dass die 36 Vereine der Bundesliga und der 2. Liga künftig für den Erhalt der Lizenz künftig verpflichtende Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen. Bei dem Treffen wurden zudem die Mindestkriterien verabschiedet, die bereits im Lizenzierungsverfahren für die Spielzeit 2023/24 nachzuweisen sind. Verpflichtend ist für die Klubs künftig beispielsweise der Nachweis einer Nachhaltigkeitsstrategie und einer Umweltstrategie. Dazu gehören auch jährliche Messungen des Wasserverbrauchs, der Abwasserproduktion und des Energieverbrauchs sowie eine Mobilitäts- und Verkehrsanalyse. Darüber hinaus haben alle Vereine unter anderem einen Verhaltenskodex für alle Mitarbeitenden nachzuweisen, sich klar von jeglichen Arten von Diskriminierung abzugrenzen

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