12. März 2022 / 03:18 Uhr

DFL-Entscheidung: Deshalb spielte die Bundesliga am Freitagabend nicht

DFL-Entscheidung: Deshalb spielte die Bundesliga am Freitagabend nicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am Freitag ruht in der Bundesliga das Spielgeschehen.
Am Freitag ruht in der Bundesliga das Spielgeschehen. © IMAGO/RHR-Foto (Montage)
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Kein Bundesliga-Livespiel am Freitagabend, dafür Samstag und vor allem Sonntag Fußball ohne Ende. Die DFL hat sich dazu entschieden, den 26. Spieltag nicht wie üblich mit einem Einzelspiel zum Start ins Wochenende zu eröffnen. Dabei hätte es durchaus ein Freitagsspiel geben können, denn die Europacup-Woche lief nicht wie erwartet ab.

Kuriosum in der Bundesliga an diesem Wochenende: Der Startschuss zum 26. Spieltag fiel nicht wie gewohnt am Freitagabend, sondern wird erst am Samstagnachmittag fallen. Ein Freitagsspiel fand nicht statt. Der Grund dafür ist simpel: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich bewusst dazu entschieden, den Ball in der höchsten Spielklasse einen Tag länger ruhen zu lassen. Stattdessen werden sowohl am Samstag (wegen der coronabedingten Absage des Spiels Augsburg–Mainz) als auch Sonntag jeweils vier Bundesliga-Partien ausgetragen. Doch warum die DFL-Entscheidung? Sie hat mit den Europa-League-Teilnehmern zu tun ...

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Denn als die DFL den 26. Spieltag im vergangenen Dezember endgültig terminierte, war die Liga davon ausgegangen, dass unter der Woche am Donnerstag gleich vier Bundesligisten in der Europa League spielen werden. "Mit Blick auf die Regenerationszeit" der Teams wurde schließlich das Freitagsspiel für eine vierte Partie am Sonntag "geopfert". Kein Wunder also, dass mit Bayer Leverkusen (gegen den 1. FC Köln, 15.30 Uhr), Eintracht Frankfurt (gegen den VfL Bochum, 17.30 Uhr), Borussia Dortmund (gegen Arminia Bielefeld, 17.30 Uhr) und RB Leipzig (bei Greuther Fürth, 19.30 Uhr/alle vier DAZN) die vier Teams am Sonntag spielen, die Stand Ende Dezember im zweitklassigen UEFA-Wettbewerb noch vertreten waren.

Was die DFL allerdings nicht wissen konnte: Am Donnerstag spielte einzig und allein Bayer Leverkusen im Europa-League-Achtelfinale (2:3 bei Atalanta Bergamo). Das Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Betis Sevilla (2:1) wurde von der UEFA wegen einer Terminkollision mit dem FC Sevilla auf Mittwoch vorgezogen. RB Leipzig, das eigentlich gegen Spartak Moskau hätte antreten sollen, erhielt wegen des Ausschlusses russischer Mannschaften ein Freilos für das Viertelfinale. Champions-League-Absteiger Borussia Dortmund blamierte sich in den Play-offs und qualifizierte sich gar nicht erst für die Runde der besten 16 Mannschaften.

Somit hätte aus heutiger Sicht durchaus ein Freitagsspiel stattfinden können, zumal Streaming-Dienst DAZN sowohl die Rechte für alle Freitags- als auch Sonntagsspiele hält – allerdings eben nicht aus Sicht der Spielplan-Macher im Dezember, und damals musste der Plan offiziell und final festgelegt werden. Und dass die vier (Stand Dezember) Europa-League-Teilnehmer am 26. Spieltag nicht direkt aufeinandertreffen, machte die Planung nicht einfacher.

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Für alle Freitagsspiel-Liebhaber gibt es aber gute Nachrichten. Schon am kommenden Freitagabend rollt in der Bundesliga wieder der Ball – und das trotz der unveränderten Annahme der Spielplan-Macher im Dezember, dass vier Bundesligisten im EL-Einsatz gewesen sind. Warum? Weil mit RB Leipzig und Eintracht Frankfurt zwei Europacup-Teams in der Liga direkt gegeneinander spielen, konnte es die DFL bei drei Sonntagsspielen belassen und dafür die Partie am Freitag (Bochum–Gladbach) unangetastet lassen.

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