14. Januar 2021 / 18:49 Uhr

DFL will Friedrich Curtius von Sitzungen ausschließen – DFB-Generalsekretär: Vorwürfe "absurd"

DFL will Friedrich Curtius von Sitzungen ausschließen – DFB-Generalsekretär: Vorwürfe "absurd"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedrich Curtius setzt sich gegen einen Ausschluss von DFL-Sitzungen zur Wehr.
Friedrich Curtius setzt sich gegen einen Ausschluss von DFL-Sitzungen zur Wehr. © Getty
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Vor der mit Spannung erwarteten Präsidiumssitzung des DFB am Freitag gibt es weiter Krach im Verband: Die Deutsche Fußball Liga will den umstrittenen DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius offenbar von ihren Sitzungen ausschließen. Dieser setzt sich in einer Stellungnahme zur Wehr.

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Die Deutsche Fußball Liga will den umstrittenen DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius von ihren Sitzungen ausschließen. Bild und Süddeutsche Zeitung zitierten am Donnerstag aus einem entsprechenden Brief an DFB-Präsident Fritz Keller, der sich mit Curtius seit Monaten einen Machtkampf liefert. Hintergrund sei das „fehlende Vertrauen“ in den DFB-Generalsekretär wegen angeblich über Dritte weitergegebener Informationen aus internen Besprechungen.

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„Ich habe keinerlei Verständnis für dieses Vorgehen und versichere, keine Dienstleister dazu veranlasst zu haben, interne Erkenntnisse weiterzugeben“, sagte Curtius auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Eine solche Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage und ist absurd, auch den Dienstleistern gegenüber, von denen übrigens keiner konkret benannt wird.“

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Das DFL-Präsidium hatte den Medienberichten zufolge "einstimmig beschlossen, den DFB-Präsidenten zu bitten, künftig nicht mehr den aktuellen Generalsekretär zu Sitzungen (...) der Ausschüsse, Organe und Kommissionen der DFL zu entsenden". Es gebe „in mehreren Fällen Indizien“, die darauf hinwiesen, "dass Dienstleister, die durch den Generalsekretär im Namen des DFB beauftragt wurden und/oder an ihn berichten, Informationen und Interpretationen an Medien übermittelt haben, die darauf gerichtet waren, das Ansehen der DFL zu beschädigen."

DFB-Präsidium tagt am Freitag - Showdown zwischen Keller und Curtius?

Die DFL und der DFB kommentierten die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. An diesem Freitag findet in Frankfurt/Main eine DFB-Präsidiumssitzung statt. „Interne Dissonanzen“ zwischen dem ehrenamtlichen und dem hauptamtlichen Chef hatte der krisengeschüttelte Verband längst eingeräumt.

Der Jurist Curtius ist seit März 2016 Generalsekretär und leitet die Zentrale in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise. Der DFB hatte angekündigt, dass der Konflikt „gemeinsam und vertrauensvoll“ im Januar ausgeräumt werden soll. Bei den Auseinandersetzungen geht es auch um den Untersuchungsbericht der externen Ermittler des Beratungsunternehmens Esecon zum Sommermärchen-Skandal von 2006. Der Verband selbst hält sich seit Wochen nach außen hin bedeckt, immer wieder durchgesteckte Interna sind ein Streitthema.