24. Juni 2020 / 20:41 Uhr

DFL kündigt an: Entscheidung über Verteilung der TV-Gelder bis Ende des Jahres

DFL kündigt an: Entscheidung über Verteilung der TV-Gelder bis Ende des Jahres

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die DFL will erst zum Ende des Jahres über die Verteilung der TV-Gelder entscheiden.
Die DFL will erst zum Ende des Jahres über die Verteilung der TV-Gelder entscheiden. © Jan Huebner/Pool
Anzeige

Die DFL hat angekündigt, bis Ende des Jahres eine endgültige Entscheidung über die Verteilung der TV-Gelder aus den Medienerlösen von der Saison 2021/22 an zu fällen. Kleinere Teams befürchten eine wachsende Kluft zwischen großen und kleineren Vereinen.

Anzeige

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will bis zum Ende des Jahres zu einem Beschluss bei der Verteilung der Medienerlöse von der Saison 2021/22 an kommen. Das gab die DFL am Mittwoch nach einer Sitzung des Präsidiums bekannt. Vorfestlegungen seien nicht getroffen worden.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Bei der Auktion der Medienrechte waren für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro und damit rund 240 Millionen Euro weniger als im vergangenen TV-Vertrag erlöst worden. In der Bundesliga dürfte es zu einem harten Ringen um die Verteilung der Gelder kommen. Die großen Klubs wie der FC Bayern oder Borussia Dortmund wollen an dem bisherigen Verteilerschlüssel festhalten, die kleineren Klubs fordern mehr Anteile.

So auch Mainz 05 um Vorstand Jan Lehmann, der eine bessere Balance zwischen den tabellarisch stärkeren und weniger stärkeren Mannschaften fordert. "Die Gesamterlöse werden so verteilt, dass der Erste knapp viermal soviel bekommt wie der Letzte der Bundesliga“, erklärte Lehmann, der früher selbst als Direktor für die DFL tätig war, gegenüber dem Fachmagazin Sponsors. Vor zehn Jahren habe der besagte Faktor dagegen noch bei 1 zu 2,3 gelegen. Was Vereine der Größenordnung Mainz daher forderten, so Lehmann, sei "kein radikaler Wandel, sondern die Rückkehr zu etwas, das eigentlich auch in der Vergangenheit bewährt war."

Der Kopf der Deutschen Fußball Liga: Das ist DFL-Boss Christian Seifert

Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der <b>SPORT</b>BUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. Zur Galerie
Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der SPORTBUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. ©

Darmstadt-Präsident Fritsch fordert Vereine auf, "die Füße stillzuhalten"

Der Mainzer bezog sich zudem auf Studien, nach denen die finanzielle Kluft zwischen großen und kleineren Vereinen in den vergangenen Jahren gewachsen sei. "Das kann nicht das Interesse der DFL, auch nicht der großen Klubs sein", bekräftigte Lehmann

DFL- Präsidiumsmitglied Rüdiger Fritsch wirbt dagegen bei der Diskussion um die Verteilung der Fernsehgelder um das Vertrauen der Vereine in die DFL. "Ich glaube, wir haben im DFL-Präsidium in letzter Zeit, insbesondere auch in der Bewältigung der Corona-Krise, gezeigt, wie sinnvoll und positiv für alle - und da rede ich vom unteren Bereich der 2. Liga bis in den Topbereich der 1. Liga, das Präsidium da miteinander umgegangen ist", sagte Darmstadts Präsident Fritsch in einem Video-Interview auf sportschau.de. "Ich würde da alle Kollegen bitten, ein bisschen die Füße stillzuhalten", forderte Fritsch.