22. März 2018 / 16:22 Uhr

Profivereine wollen 50+1 behalten – mit großer Mehrheit!

Profivereine wollen 50+1 behalten – mit großer Mehrheit!

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niederlage für 96-Boss Martin Kind und Erfolg für St.-Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig. Laut Medienberichten bleibt 50+1 bestehen.
Niederlage für 96-Boss Martin Kind und Erfolg für St.-Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig. Laut Medienberichten bleibt 50+1 bestehen. © imago/Kaletta
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Die umstrittene 50-plus-1-Regel soll bleiben. Darauf haben sich Vertreter der Bundes- und Zweitligisten auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt verständigt.

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Update

Das ist eine schallende Ohrfeige für Hannover-96-Boss Martin Kind und die Gegner der 50-plus-eins-Regel im Profifußball: Vertreter der Erst- und Zweitligisten haben sich mit großer Mehrheit für einen Antrag des FC St. Pauli ausgesprochen. Der fordert einen "Prozess zur Verbesserung der Rechtssicherheit", ausdrücklich "unter Beibehaltung der 50-plus-eins-Regel". 18 Vereine sprachen sich für den Antrag aus, vier dagegen. Es gab neun Enthaltungen und drei Vereine, die sich nicht an der Abstimmung beteiligten.

„Allen, die es gut mit dem Fußball meinen, gefällt diese Entscheidung. Es ist ein wichtiges Signal, das davon ausgeht“, sagte St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig nach dem Treffen in Frankfurt.

Reaktion aus Hannover
DFL-Präsident Reinhard Rauball bei der Mitgliederversammlung in Frankfurt.
DFL-Präsident Reinhard Rauball bei der Mitgliederversammlung in Frankfurt. © dpa
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Rauball kündigt Grundsatzdebatte an

DFL-Präsident Reinhard Rauball kündigte an, es werde "eine Grundsatzdebatte geben unter Beibehaltung der 50-plus-1-Regel". Weil es 18 Ja-Stimmen gegeben hat, sei für ihn klar, dass das Thema "offen und grundsätzlich diskutiert werden muss". An die Fans gerichtet sagte Rauball: "Wir haben respektiert, wie Ihr Euch mit Herzblut für Eure Vereine krumm gemacht habt. Wenn Euch das Ergebnis gefällt, gefällt uns das auch."

Die 50-plus-1-Regel sichert den Vereinsmitgliedern eine Stimmenmehrheit in den Kapitalgesellschaften. Die vollständige Übernahme von Profiteams durch Investoren ist damit (anders als beispielsweise in England) nicht möglich.

3000 Fangruppen unterstützen die Initiative
Max Eberl (links), Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, und Schalke-Sportvorstand Christian Heidel im Gespräch.
Max Eberl (links), Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, und Schalke-Sportvorstand Christian Heidel im Gespräch. © dpa
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