13. Mai 2020 / 10:47 Uhr

DFL-Aufsichtsratschef Peters erklärt Notfallszenario bei vorzeitigem Saisonabbruch - Heimspiele in fremden Stadien? 

DFL-Aufsichtsratschef Peters erklärt Notfallszenario bei vorzeitigem Saisonabbruch - Heimspiele in fremden Stadien? 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die DFL um Aufsichtsrats-Boss Peter Peters will Regelungen für den erzwungenen Saisonabbruch treffen
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Die DFL um Aufsichtsrats-Boss Peter Peters will Regelungen für den "erzwungenen Saisonabbruch" treffen . © imago images/Jan Huebner
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Wenn es in der Bundesliga zu einem erzwungenen Saisonabbruch kommen sollte, muss alles im Vorfeld geklärt sein. Die DFL will sich diesbezüglich mit den Bundesliga- und Zweitliga-Vereinen abstimmen. Laut "Kicker" soll zudem darüber beraten werden, dass Heimspiele in fremden Stadien stattfinden könnten. 

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Bei der Mitgliederversammlung der 36 deutschen Profivereine an diesem Donnerstag sollen wichtige Regelungen für den Fall eines "erzwungenen Saisonabbruchs" getroffen werden. Das sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga, Peter Peters, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Klubs sollen einem DFL-Plan zur Auf- und Abstiegsregelung zustimmen. In die Statuten soll zudem aufgenommen werden, dass es keine Aufstockung der 1. und 2. Bundesliga geben wird.

"Wir werden am Donnerstag wohl letztmals das Thema 'erzwungener Saisonabbruch' behandeln. Letztmalig deshalb, weil ich überzeugt bin, dass es dazu nicht kommen wird", sagte Peters gegenüber der dpa. "Aber für diesen absolut unwahrscheinlichen Fall steht für mich fest: Es wird keine Aufstockung - und es muss auch Auf- und Abstieg geben."

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Allein die Relegationsspiele sollen bei einem erzwungenen Abbruch der Spielzeit wegfallen. "Nochmal: Dieses Szenario ist höchst unwahrscheinlich, sollte aber auch geregelt sein. Ich bin überzeugt, dass alle Klubs diesem Vorschlag zustimmen", betonte der 57 Jahre alte Stellvertreter von Christian Seifert im DFL-Präsidium.

Heimspiele nicht im eigenen Stadion?

Die Tagesordnung sieht am Donnerstag laut Kicker zudem vor, dass Heimspiele in fremden Stadien stattfinden könnten. Eine entsprechende Satzungsänderungen liegt dem Fachmagazin vor. Dort heißt es: "In der Spielzeit 2019/20 kann der DFL e.V. aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorische und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig anordnen, dass ein Spiel in einem anderen Stadion auszutragen ist. Sofern keinen der beteiligten Klubs ein Verschulden an dem Wechsel des Stadions trifft, trägt der DFL e.V. die durch den Stadionwechsel entstandenen Mehrkosten für die Austragung des Spiels."

Zudem soll am Donnerstag einer Satzungsänderung zugestimmt werden, wonach der Austausch von fünf anstatt wie bisher drei Spielern zulässig ist. Dabei sollen den Klubs drei Gelegenheiten innerhalb des Spiels und die Halbzeitpause zur Verfügung stehen, heißt es.

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Bei ausbleibender Regelung: Peters sieht "Berg von Problemen"

Sollte es nicht vorsorglich in den Statuten geregelt werden, sähe Peters bei einem Abbruchszenario einen "Berg von Problemen" auf die DFL zukommen. Er fürchtet lange juristische Auseinandersetzungen, weil es in solch einem Fall immer "negativ Betroffene" gebe. "Dann müssten wir viele Regelungen treffen, deren Folgen noch gar nicht absehbar sind. Das ginge nicht ohne große Komplikationen. Wenn man von Fairness spricht, ist es am besten, die Saison auf den grünen Rasen zu Ende zu bringen als Entscheidungen am grünen Tisch zu treffen." Am Dienstagabend hatte zuerst die Bild-Zeitung berichtet, dass über die Modalitäten bei einem Saisonabbruch abgestimmt werden soll.