14. Mai 2020 / 07:38 Uhr

Saison-Ende, Auswechslungen, neutrale Orte: Darum geht es beim DFL-Treffen vor dem Neustart

Saison-Ende, Auswechslungen, neutrale Orte: Darum geht es beim DFL-Treffen vor dem Neustart

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die DFL tagt kurz vor dem Neustart noch einmal mit allen 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga.
Die DFL tagt kurz vor dem Neustart noch einmal mit allen 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga. © imago images/osnapix
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Zwei Tage vor dem Neustart schließen sich die 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung noch einmal kurz. Vor allem die Folgen bei einem möglichen Saison-Abbruch beschäftigt die Vereine. Darüber gab es am Mittwoch bereits eine hitzige Debatte.

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Bevor ab Samstag in den leeren Bundesliga-Stadien nach zwei Monaten Corona-Auszeit wieder der Ball rollt, kommen die 36 Profi-Klubs an diesem Donnerstag in einer Videoschalte noch einmal zusammen. Es gibt einiges zu besprechen. Einigkeit herrscht im Vorfeld nicht in allen Punkten. Vor allem die Abstiegsfrage im Falle eines vorzeitigen Saison-Abbruchs spaltet die Liga. Ein Überblick über die Schwerpunkte der Mitgliederversammlung.

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Saison-Abbruch: Die Modalitäten für einen möglichen Saison-Abbruch waren bereits vor der Sitzung ein großer Streitpunkt. Der DFL-Plan sieht nach Informationen der Bild vor, dass dann die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden soll. Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

Werder Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode kritisierte die Vorgehensweise der DFL. "Das ist eine Regelung, die unglaublich viel nach sich zieht. Da kann man nicht einfach en passant wenige Tage vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine Entscheidung solcher Tragweite treffen", sagte er am Mittwoch nach einer Videoschalte der 18 Erstligisten. Er dementierte allerdings, dass es eine Abstimmung gegeben habe, in der sich nur zehn Vereine für den DFL-Vorschlag ausgesprochen hätten. Womöglich wird am Donnerstag diese Entscheidung bei der Mitgliederversammlung vertagt.



Fortsetzung oder Abbruch: So ist der Stand in den internationalen Topligen

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Neutrale Plätze: Ein Satzungsantrag sieht nach Kicker-Informationen vor, dass Spiele kurzfristig in einer anderen Arena ausgetragen werden können - falls dies aus "übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen" nötig ist. Die Kosten dafür würde demnach die DFL tragen. Hintergrund ist, dass der Fußball bei der Durchführung von Geisterspielen auf die Genehmigung der örtlichen Behörden beziehungsweise Bundesländer angewiesen ist.

Saison-Ende: Die Klubs sollen einem möglichen Szenario zustimmen, dass die Saison notfalls erst im Juli endet. Was sie für die Relegations-Teilnehmer ohnehin schon tut. Zahlreiche Spieler-Verträge enden am 30. Juni, was zu rechtlichen Problemen im Falle eines längeren Spielbetriebs führen kann.

Fünf Auswechslungen für Rest der Saison erlaubt?

Auswechslungen: Die Erhöhung des Auswechsel-Kontingents auf fünf Spieler soll für den Rest der Saison beschlossen werden. Das International Football Association Board IFAB und der Weltverband FIFA hatten den Weg für eine Regeländerung in der Corona-Krise unlängst frei gemacht. Damit sollen die Spieler angesichts des dicht gedrängten Kalenders und möglicher Spiele bei großer Hitze im Sommer entlastet werden.