04. August 2020 / 16:34 Uhr

"Unsere Kurve" reagiert auf DFL-Entscheidung zur Fan-Rückkehr: "Hat mit Fankultur nichts zu tun" 

"Unsere Kurve" reagiert auf DFL-Entscheidung zur Fan-Rückkehr: "Hat mit Fankultur nichts zu tun" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Fanbündnis Unsere Kurve hat auf die Entscheidung der Bundesliga-Klubs reagiert. 
Das Fanbündnis "Unsere Kurve" hat auf die Entscheidung der Bundesliga-Klubs reagiert.  © imago images/Norbert Schmidt
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Die 36 Profiklubs der Bundesliga und der 2. Liga haben sich am Dienstag auf ein einheitliches Vorgehen bei der möglichen Teil-Rückkehr von Fans in die Stadien geeinigt. Das Fan-Bündnis "Unsere Kurve" bezweifelt angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen jedoch, ob es überhaupt so weit kommt. 

Das Fan-Bündnis "Unsere Kurve" hat die Maßnahmen der DFL zur möglichen Rückkehr der Fans in die Fußball-Stadien als "wie erwartet" bezeichnet. Dies sagte Vorstandsmitglied Jost Peter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen muss man sowieso fragen, ob es überhaupt so weit kommt", sagte er.

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Falls wieder Zuschauer in die Arenen gelassen werden würden, "würde es eher einem Theaterbesuch ähneln. Mit Fankultur hat das nichts zu tun", so Peter weiter. Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatten sich zuvor auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadien geeinigt. Die Mitgliederversammlung der DFL beschloss auf Antrag des DFL-Präsidiums vorübergehende Änderungen in der Spielordnung: keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol.

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Ein vierter zentraler Punkt ist die zeitweise Einführung personalisierter Online-Tickets, mit denen während der Corona-Pandemie die Nachverfolgung von Infektionsketten möglich sein soll. Die beim Ticketing abgegebenen Daten "sollen nur zum Gesundheitsschutz genutzt werden und nicht für andere Zwecke", wie etwa einer Überwachung der Fans, forderte Peter. Diese Verpflichtung müsse von den Vereinen offen ausgesprochen werden.

Peter: "Gesundheitsschutz nach vorne stellen"

"Bei aller Sehnsucht, die ich selber als regelmäßiger Stadiongänger habe: Wir leben in einer Pandemie. Und die Vernunft sollte immer den Gesundheitsschutz nach vorne stellen", hatte Peter als Sprecher von "Unsere Kurve" bereits zuvor im Inforadio vom rbb erklärt. "Wenn die Fallzahlen steigen und sich daraus ergibt, dass das Fußballspiel nicht zu besuchen ist, dann habe ich das zu akzeptieren."

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Viel wichtiger sei, dass die Fan-Organisationen bei Gesprächen über die von ihnen geforderten Reform des Profifußballs mit am Tisch sitzen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat angekündigt, dass die Taskforce "Zukunft Profifußball" im September ihre Arbeit aufnehmen soll. Die neue Spielzeit im Profifußball soll mit der ersten DFB-Pokalrunde vom 11. bis 14. September beginnen. Eine Woche später ist der Start von Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga vorgesehen.

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