24. November 2021 / 10:39 Uhr

DFL reagiert auf Vorstoß von Aue-Boss Helge Leonhardt: "Saison-Unterbrechung kein Thema"

DFL reagiert auf Vorstoß von Aue-Boss Helge Leonhardt: "Saison-Unterbrechung kein Thema"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Helge Leonhardt forderte einen Fußball-Lockdown, die DFL reagierte.
Helge Leonhardt forderte einen Fußball-Lockdown, die DFL reagierte. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Die Deutsche Fußball Liga hat Forderungen nach einem Fußball-Lockdown von Aue-Präsident Helge Leonhardt zurückgewiesen. In einem offiziellen Statement erklärte die DFL, dass eine Saison-Unterbrechung "kein Thema" sei.

Die Deutsche Fußball Liga hat auf die offensiven Forderungen von Aue-Präsident Helge Leonhardt reagiert und die eingeworfene Idee eines Fußball-Lockdowns zurückgewiesen. "Die DFL hat die Äußerungen des Präsidenten des FC Erzgebirge Aue zur Kenntnis genommen", heißt es im offiziellen Statement. Bei der Reaktion orientiere man sich an den aktuellen gesetzlichen Regelungen. "Die abgestimmte Linie aller 36 Klubs war seit dem Beginn der Corona-Pandemie immer, auf Basis der staatlichen Vorgaben zu agieren. Ein selbstverhängter, flächendeckender Lockdown im Sinne einer Saison-Unterbrechung ist daher kein Thema."

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Leonhardt hatte vor dem Hintergrund der stetig steigenden Corona-Infektionszahlen drastische Konsequenzen gefordert und für eine Unterbrechung des Spielbetriebs plädiert. "Wir brauchen bis Ende Dezember einen Fußball-Lockdown. Die nächsten vier Wochen werden extrem schwierig für unser Land und stellen uns vor eine Zerreißprobe. Dort wird kluges und geordnetes Handeln gefragt sein, ohne chaotische Aktionen", sagte der 63-Jährige der Bild.

Dabei sei es in seinem Sinne "den Schutz der Menschen in den Vordergrund" zu stellen, erklärte der Aue-Boss im Gespräch mit Sport im Osten weiter und adressierte mit seinem Appell die DFL. Angesichts der steigenden Corona-Infektionsfälle in den Mannschaften sieht Leonhardt eine Wettbewerbsverzerrung, da Spieler für die Partien ausfallen. Zudem wird in den Bundesländern die Zulassung von Zuschauern unterschiedlich gehandhabt. In Sachsen werden in den höchsten drei Ligen keine Besucher mehr zugelassen. "Es kann nicht das Ziel sein, die erste Saisonhälfte um jeden Preis bis Weihnachten durchzupeitschen", sagte Leonhardt.