20. Januar 2022 / 12:32 Uhr

DHB-Antrag abgelehnt: Deutschlands Auftakt in EM-Hauptrunde gegen Spanien findet wie geplant statt

DHB-Antrag abgelehnt: Deutschlands Auftakt in EM-Hauptrunde gegen Spanien findet wie geplant statt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Alfred Gislason (M.) trifft mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend auf Spanien.
Bundestrainer Alfred Gislason (M.) trifft mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend auf Spanien. © IMAGO/Laci Perenyi
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Deutschlands Handball-Nationalmannschaft wird trotz der extrem angespannten Personal-Situation am Donnerstagabend gegen Spanien spielen. Der Deutsche Handball-Bund hatte beantragt, das Spiel wegen der zahlreichen Corona-Fälle im Team zu verlegen.

Das erste Hauptrunden-Spiel der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft gegen Spanien findet wie geplant am Donnerstagabend (18.00 Uhr/ARD) statt. Wegen des Corona-Ausbruchs in der Nationalmannschaft hatte der Deutsche Handballbund (DHB) bei Europas Verband EHF eine Verlegung der Partie beantragt. Dies lehnte die EHF am Donnerstagmittag ab.

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Bei der Entscheidung seien mehrere Faktoren berücksichtigt worden, teilte die EHF mit. Dazu gehörten unter anderem die sportliche Situation beim deutschen Gegner Spanien, die bestehenden TV-Verträge sowie die allgemeine Mediensituation, die Arena-Ausstattung einschließlich der Verfügbarkeit von Schlüsselpersonal.

Bei der EM in der Slowakei und Ungarn wurden bislang zwölf deutsche Nationalspieler positiv auf das Coronavirus getestet. Um überhaupt noch antreten zu können, hat Bundestrainer Alfred Gislason bislang elf Bundesliga-Profis nachnominiert.

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Zahl der Corona-Fälle bei Handball-EM nimmt zu

Die Omikron-Welle bei der EM erfasst neben der deutschen Mannschaft zunehmend auch andere Nationen. Am Mittwoch wurden aus dem Lager der zwölf im Turnier verbliebenen Teams 18 positive Corona-Fälle gemeldet - inklusive der drei in der DHB-Auswahl.

Die ist mit bisher zwölf infizierten Spielern am stärksten betroffen. Ähnlich heftig erwischt hat es bei der Endrunde in Ungarn und der Slowakei den EM-Zweiten Kroatien, bei dem es bis zum Donnerstagmorgen insgesamt neun positive Fälle gab.

Polen beklagte bis zu diesem Zeitpunkt sechs infizierte Spieler, die Niederlande und Russland jeweils vier, Schweden und Island je drei und Olympiasieger Frankreich einen. Immerhin vier Hauptrunden-Teilnehmer verzeichneten noch gar keinen Corona-Fall während des Turniers: Titelverteidiger Spanien, Weltmeister Dänemark, der EM-Dritte Norwegen und Montenegro.