04. Februar 2021 / 20:12 Uhr

DHfK-Handballer Gebala und Milosevic feiern kleine WM-Erfolge mit Polen und Schweiz

DHfK-Handballer Gebala und Milosevic feiern kleine WM-Erfolge mit Polen und Schweiz

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Die Nationalspieler Maciej Gebala und Alen Milosevic bringen WM-Routine mit nach Leipzig zurück.
Die Nationalspieler Maciej Gebala und Alen Milosevic bringen WM-Routine mit nach Leipzig zurück. © Sascha Klahn/dpa/Anne-Christine Poujoulat/AFP POOL/AP/dpa
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Die Leipziger DHfK-Profis Alen Milosevic und Maciej Gebala haben bei der Handball Weltmeisterschaft eine starke Gruppenphase gespielt und konnten mit absoluten Top-Teams mithalten. Für die Zukunft haben sie sich deshalb neue Ziele gesteckt. So will Gebala „2023 in Polen in die K.O.-Phase kommen“.

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Leipzig. Zu Beginn des neuen Jahres haben weder Fans noch Experten den Leipziger Handballern Alen Milosevic und Maciej Gebala ein gutes Abschneiden in der Weltmeisterschaft wirklich zugetraut. Das lag zum einen daran, dass DHfK-Kapitän Milosevic mit der schweizer Nationalmannschaft gar nicht erst qualifiziert war und zum anderen daran, dass Polen seit 2017 in einem Formtief steckt. Doch nach einer spontanen Nachnominierung der Schweiz überraschten beide Teams mit starken Auftritten in der Gruppenphase und Siegen gegen namhafte Mannschaften. „Mein persönliches Highlight war, wie wir die Brasilianer richtig zerstört haben“, resümiert der 27-Jährige Pole den 33:23-Sieg in der Gruppenphase mit breitem Grinsen.

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Erfahrungen gegen Kiel auf die Platte bringen

„Wie wir das gesamte Turnier über in der Abwehr gespielt haben, war einfach brutal stark. Jede Mannschaft hatte Probleme gegen uns. Natürlich haben wir Spiele verloren, aber immer auch durch eigene Fehler. Wir sind auf einem guten Weg“, führt Gebala sein WM-Fazit weiter aus. An der gelungenen Abwehrarbeit hatte der zwei Meter große Kreisläufer zusammen mit seinem zwölf Zentimeter größeren Bruder Tomasz einen immensen Anteil. „Mit meinem Bruder habe ich eine besondere Verbindung, die eben nur Geschwister haben. Ich weiß aber nicht, ob ich lieber mit Marko oder mit Tomasz spiele“, berichtet er weiter. Denn auch in der Bundesliga läuft es bei dem Mittelblocker, der zusammen mit Marko Mamic in dieser Saison schon so manches Team zur Verzweiflung gebracht hat. Der klare Unterschied zwischen den beiden Mitspielern: „Mit meinem Bruder gab es direkt Streit, wie wir am besten verteidigen sollten. Mit Marko kann ich hingegen immer offen und ruhig über alles sprechen.“

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Nach der Rückkehr in die Messestadt hatten sich die Leipziger Nationalspieler ein paar Tage Pause redlich verdient und nach mindestens sechs Spielen in zwölf Tagen auch bitter nötig. „Die WM war sehr intensiv für mich. Auf meiner Position hatten wir durch die Verletzung von Lucas Meister wenig Wechselmöglichkeiten. Da musste ich durch, aber das hat ganz gut funktioniert“, so Alen Milosevic über das XXL-Turnier in Ägypten. „Die WM war insgesamt eine super Erfahrung für mich, nicht nur sportlich“, führt er weiter aus. Für den Kapitän war die plötzliche Nominierung, die hektische Anreise und der wichtige Sieg gegen Österreich noch am selben Tag ein Erlebnis, das der 31-Jährige so schnell nicht vergessen wird.

„Seit unserer Rückkehr haben wir ein paar Tage frei bekommen. Das hat sehr gut getan, auch mental, weil dann doch eine große Last von uns abgefallen ist“, führt Milosevic aus. Seit Dienstag befinden sich die Nationalspieler wieder im Mannschaftstraining und blicken bereits auf das Auftaktspiel beim THW Kiel am kommenden Sonntag. Hier können die Leipziger zeigen, was sie in der Vorbereitung und in Ägypten dazugelernt haben. Denn mindestens Milosevic und Gebala waren die Fortschritte anzusehen. „Wir haben bereits viel, viel besser gespielt als im letzten Jahr. Ich hoffe, dass wir das weiter fortsetzen können und 2023 in Polen in die K.O.-Phase kommen“, blickt Gebala für sein Nationalteam voraus. Auch für Sonntag ist die Aufgabe eindeutig: „Wir wollen zwei Punkte holen, ganz klar!“