27. März 2022 / 17:44 Uhr

SC DHfK Leipzig feiert 25:21-Heimsieg, starken El-Tayar und ganz viel Hilfsbereitschaft

SC DHfK Leipzig feiert 25:21-Heimsieg, starken El-Tayar und ganz viel Hilfsbereitschaft

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Leipzigs Schlussmann Mohamed El-Tayar zeigte eine überragende Leistung
Leipzigs Schlussmann Mohamed El-Tayar zeigte eine überragende Leistung © Christian Modla
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Der SC DHfK Leipzig ging am Sonntag zu Hause gegen TuS N-Lübbecke erfolgreich vom Platz. Die Truppe von Trainer Andre Haber gewann mit 25:21.

Leipzig. Am Sonntag ging es in und um die Arena Leipzig herum um viel mehr als Handball. 3151 Augenpaare waren ab 16 Uhr auf den 25:21 (12:10)-Sieg des SC DHfK gegen die Gäste vom TuS N-Lübbecke gerichtet, aber die wirklich wichtigen Dinge hatten sich vor dem Anpfiff auf dem Parkplatz abgespielt. Hier hatten die Grün-Weißen mit Unterstützung des Olympiastützpunktes Leipzig und ihren Sponsoren mehrere Transporter aufgestellt. Gesammelt wurden Hilfsgüter aller Art für die Geflüchteten aus der Ukraine. Mit der Unterstützung ihrer Fans arbeitete der Bundesligist eine lange Liste an Hygiene-Artikeln, Kleidung und Alltagsgegenstände ab. Und genau wie das Spiel in der Halle war auch die Aktion vor den Toren ein voller Erfolg.

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Rote Karte

Angeführt von Marko Mamic, der seine Schulterverletzung pünktlich auskuriert hatte, fand die Abwehr der Sachsen direkt gut ins Spiel. Im Kasten durfte Mohamed El-Tayar zum ersten Mal die vollen 60 Minuten durchspielen, er zeigte direkt zu Beginn zwei tolle Paraden und konnte sich mit Unterstützung seiner Vordermänner mehrfach auszeichnen. „Ich habe mich wie immer mit Kristian und Milos intensiv auf das Spiel vorbereitet. Ich habe zwei, drei Tage vorher gewusst, dass ich von Anfang spielen soll. Vielleicht hätte ich ein bisschen besser geschlafen, wenn ich das nicht gewusst hätte“, scherzte der Ägypter nach der Partie. „Ein bisschen nervös war ich schon, aber die Fans sind unglaublich. Das war eine tolle Atmosphäre“, so El-Tayar weiter.

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Der SC DHfK Leipzig gewann gegen TuS N-Lübbecke mit 25:21. Doch ging es in und um die Arena Leipzig herum um viel mehr als Handball. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig gewann gegen TuS N-Lübbecke mit 25:21. Doch ging es in und um die Arena Leipzig herum um viel mehr als Handball. ©

Insgesamt 15 Paraden brachten die Mannschaft von Coach André Haber, der nach überstandener Corona-Infektion zurück an die Seitenlinie durfte, immer wieder ins Tempospiel. Patrick Wiesmach vollendete die Konter abgezockt wie eh und je, brachte sein Team 8:4 in Front. Doch ganz glücklich waren die Fans nicht.

Hörbare Unzufriedenheit mit der Leistung der Schiedsrichter herrschte auf den Rängen. Mehrfach hatten diese Offensivfouls der Sachsen gepfiffen, die nicht immer eindeutig waren – die Fans pfiffen sich den Frust von der Seele. Den Höhepunkt erreichte die Abneigung gegenüber den Unparteiischen in der 25. Minute. Sime Ivic wollte einen Siebenmeter frech am Kopf von Aljosa Rezar vorbeischummeln, traf ihn stattdessen an der Stirn. Die Rote Karte für den Rückraumspieler schmeckte den Anhängern der Grün-Weißen gar nicht und das erfuhren die Schiris deutlich.

Tolle Torhüter-Leistung

Von dem Zwischenfall ließen sich weder Fans, noch Spieler oder Schiedsrichter aus dem Konzept bringen. Die Hausherren trugen eine 12:10-Führung in die Pause und auch die Stimmung hellte mit jedem Tor der Grün-Weißen wieder auf.

Ganz besonders nach dem Wiederanpfiff, denn die Hausherren präsentierten einen gelungenen Angriff nach dem nächsten – und konnten sich immer wieder auf El-Tayar verlassen. Nach zehn Minuten hatte der SC DHfK auf 18:12 erhöht und musste seine Führung nur noch über die Zeit bringen.


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<b>Gregor Remke (SC DHfK Leipzig):</b> Es hat Spaß gemacht, wieder mehr Spielanteile zu haben, nachdem ich für Sime Ivic eingesprungen bin. Die Zuschauer haben uns heute zu den zwei Punkten gepeitscht. Zur Galerie
Gregor Remke (SC DHfK Leipzig): "Es hat Spaß gemacht, wieder mehr Spielanteile zu haben, nachdem ich für Sime Ivic eingesprungen bin. Die Zuschauer haben uns heute zu den zwei Punkten gepeitscht." ©

Auszeichnen durfte sich dann auch Nachwuchstalent Hendrik Hanemann, der einen eigenen Treffer erzielte und für den verletzten Maciej Gebala eingesprungen war. „Ich bin im Training mit der Nationalmannschaft umgeknickt. Es war nicht klar, ob es bis heute wieder gehen würde. Aber Hendrik hat das gut gemacht“, lobte der Pole den Youngster. Wichtig neben dem 25:21-Endergebnis waren zwei Dinge: die tolle Torhüter-Leistung des Neuzugangs und die überragende Hilfsbereitschaft der Fans.

DHfK-Tore: Wiesmach 6/1, Witzke 5, Mamic 4, Remke 3, Milosevic 2, Ivic 2/1, Binder 1, Jotic 1, Hanemann 1.