27. September 2019 / 11:00 Uhr

Die Abwehr ist das Sorgenkind des VfL Wolfsburg II

Die Abwehr ist das Sorgenkind des VfL Wolfsburg II

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Fußball-Regionalliga, VfL Wolfsburg II - SSV Jeddeloh
Muss stabiler werden: Der VfL Wolfsburg II (l. Jannis Heuer, M. Michael Edwards) kassierte zuletzt einige Gegentore. © Boris Baschin
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Der Motor des VfL Wolfsburg II stottert derzeit ein wenig. Nur eine der vergangenen vier Partien hat der Fußball-Regionalligist gewonnen. Auffällig dabei: In diesen Partien kassierte die Mannschaft von Trainer Rüdiger Ziehl insgesamt acht Gegentore – das stößt auch dem Coach sauer auf. Am Samstag (13 Uhr) gegen den Lüneburger SK Hansa soll’s besser laufen.

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Auf die deutliche 0:3-Niederlage gegen Hannover 96 II folgte der einzige Sieg zuletzt. Mit 5:0 setzte sich der VfL II gegen den SV Drochtersen/Assel durch. Anschließend gab’s ein 1:1 gegen den SSV Jeddeloh sowie am vergangenen Wochenende ein klares 1:4 bei Altona 93 – macht in der Summe acht Gegentreffer. „Das ist ein Aspekt, den wir angesprochen haben“, sagt Ziehl. „Wir müssen mit der letzten Konsequenz verteidigen. Da waren wir zuletzt vor allem in der zweiten Halbzeit zu nachlässig.“

Aber woran liegt es, dass sich die Wolfsburger defensiv so schwertun? „Ich denke, es ist das Gefühl der Sicherheit. Dass man sich denkt: Es läuft ja, wir werden das Spiel schon machen“, so Ziehl. Auf die Erfahrung der jungen Dreierkette, zu der Tim Siersleben, Michael Edwards und ab und an auch Jannis Heuer gehören, will der Trainer das nicht schieben: „Ich mache das weder am Alter noch am Personal fest.“

Aber es gibt auch Positives – beispielsweise, wie die U23 zuletzt in die Partien gekommen ist. „Wir haben oft das 1:0 gemacht“, sagt Ziehl, merkt aber an: „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen, wir haben die Gegner zu oft im Spiel gelassen.“

Altona - VfL Wolfsburg II

Szene aus der Partie des VfL Wolfsburg II in Altona. Zur Galerie
Szene aus der Partie des VfL Wolfsburg II in Altona. ©
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Dass sie es besser können, können die Wolfsburger am Samstag gegen Lüneburg zeigen. Aber auch die Hansestädter sind überraschend stark in die Saison gestartet – Platz fünf steht derzeit zu Buche. „Die defensive Struktur passt und das Umschaltspiel ist gefährlich – das müssen wir direkt unterbinden“, fordert Ziehl.

Erfreulich: Julian Justvan kehrt nach einer Fußprellung in den Kader zurück. Auch Davide Itter und Iba May sind zurück. Verzichten muss der VfL II allerdings auf Außenbahner Zakaria Hamadi, der aus privaten Gründen in seine Heimat Italien reisen musste. Niklas Klinger (Handverletzung) muss passen.