05. Mai 2022 / 08:30 Uhr

„Die Abwehr muss stehen!“ SC DHfK Leipzig gegen Meister THW Kiel gefordert

„Die Abwehr muss stehen!“ SC DHfK Leipzig gegen Meister THW Kiel gefordert

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Leipzigs Linksaußen Lukas Binder ist mit 105 Toren der treffsicherste Spieler seines Teams. Gegen Meister THW Kiel sind jedoch auch seine Abwehrqualitäten gefragt. © Klaus Trotter
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Lukas Binder ist mit 105 Treffern aktuell der beste Werfer der SC-DHfK-Handballer, doch gegen Kiel zählen zuerst ganz andere Tugenden. Die Form spricht nicht gerade für die Grün-Weißen: Die letzten beiden Partien gingen nach sehr dürftigen Leistungen verloren

Leipzig. In dem Punkt sind sich die DHfK-Handballer einig: Ein erfolgreiches Bundesliga-Heimspiel an diesem Donnerstag (19.05 Uhr, Arena) gegen den Pokalsieger THW Kiel führt nur über eine aufopferungsvolle Abwehrarbeit. „Dies war zuletzt unser Problem, da haben wir nicht in unsere Abwehr gefunden und vorne zu viele Bälle verworfen. Wir müssen in der Deckung wieder unser Selbstvertrauen finden und an unser System glauben. Wenn die Abwehr steht und Torhüterparaden hinzukommen, wird es für jede Mannschaft der Welt in Leipzig schwer“, sagt mit Lukas Binder der Mann, der in dieser Saison die meisten Tore für die Grün-Weißen erzielt hat.

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Lukas Binder knackt 100-Tore-Marke

Am Sonntag knackte der Linksaußen die 100-Tore-Marke, nach 28 Spieltagen steht der 29-Jährige bei 105 „Buden“. „Das bedeutet natürlich nicht so viel zum jetzigen Zeitpunkt. Wenn ich die 100 zehn Spieltage früher vollgemacht hätte, wäre ich auf dem Weg zur Torjägerkrone. Doch selbst das bedeutet ja nicht so viel für den mannschaftlichen Erfolg.“

JETZT Durchklicken: Die Bilder zur 28:32-Niederlage beim THW Kiel!

Das war ordentlich: Der SC DHfK Leipzig unterlag zwar mit 28:32 beim THW Kiel, bot dabei aber eine durchaus ansprechende Leistung. Zur Galerie
Das war ordentlich: Der SC DHfK Leipzig unterlag zwar mit 28:32 beim THW Kiel, bot dabei aber eine durchaus ansprechende Leistung. ©

Die 100er Marke zu knacken und bester Goalgetter der Sachsen zu sein, sei dennoch schön: „Das bedeutet ja zugleich auch immer, dass man sich viel Spielzeit erarbeitet und bekommen hat. Das war ja nicht immer so in meiner Karriere. Deswegen freut es mich natürlich.“ Als Außenspieler schaue man auch auf die Trefferquote. „Unter 70 Prozent sollte man nicht sinken. Da bin ich mit 72 Prozent knapp drüber und noch nicht ganz zufrieden. Auf jeden Fall habe ich mir für die restlichen sechs Spiele noch viel vorgenommen.“

Ligaweit rangiert der konterstarke Binder momentan an Position 23 der Torjägerliste. Er ist der viertbeste Werfer, der ohne einen einzigen Siebenmeter in dieser Statistik so weit vorn mitmischt. Mit 3,75 Treffern pro Spiel liegt der Sachse sogar über seinem starken Vorjahresschnitt (3,70). Da landete er in der Liga auf Position 33 knapp vor Rückraum-Ass Philipp Weber, der inzwischen für Magdeburg spielt. Binders Teamkollege Sime Ivic machte zuletzt in Stuttgart ebenfalls die 100 für die voll, bei ihm fließen 19 verwandelte Strafwürfe mit in die Statistik.

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Neue Konkurrenz auf Linksaußen

In der neuen Saison muss sich Lukas Binder unter Umständen auf etwas weniger Spielzeit einstellen. Denn im Sommer wechselt mit Tim Matthes eines der größten deutschen Talente auf dieser Position von den Füchsen Berlin zum SC DHfK. „Mal sehen, ob unser Duell noch etwas mehr aus mir herauskitzelt – und natürlich auch aus mir. Wir werden uns gut ergänzen.“

Zunächst zählt nach zwei Niederlagen aber nur eine Steigerung der gesamten SC-DHfK-Mannschaft gegen Kiel. THW-Star Patrick Wiencek kommt mit Respekt in die Arena: „Leipzig hat eine starke Mannschaft. Gerade zu Hause sind sie ein unangenehm zu spielender Gegner.“

Info: An der Tages- und Abendkasse der Arena läuft bereits der Vorverkauf für das Ostderby der SC-DHfK-Handballer am 9. Juni (19.05 Uhr) gegen den SC Magdeburg.

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