14. Dezember 2020 / 22:21 Uhr

Die Bayern ärgern: Ex-Wolfsburg-Profi Knoche sagt, wie das geht

Die Bayern ärgern: Ex-Wolfsburg-Profi Knoche sagt, wie das geht

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
1:1 gegen die Bayern: Ex-VfLer Robin Knoche (r.)  
1:1 gegen die Bayern: Ex-VfLer Robin Knoche (r.)   © (c) POOL AP
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Der VfL Wolfsburg muss am Mittwochabend zu Bayern München - Robin Knoche, das VfL-Eigengewächs, seit Sommer bei Union Berlin, hat mit seinem neuen Klub gerade gezeigt, wie man die FCB-Stars bremsen kann...

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Robin Knoche weiß immer noch nicht so recht, ob er sich über den Punktgewinn gegen den FC Bayern richtig freuen soll. "Wenn man sieht, was wir noch für Chancen hatten...", sinniert der Innenverteidiger von Union Berlin. 1:1 hatten sich sein Klub und der Bundesliga-Rekordmeister am Samstag getrennt, ein Sieg für den Außenseiter wäre drin gewesen.

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Der VfL Wolfsburg, der Verein, dessen Trikot Knoche bis zum Sommer 15 Jahre lang getragen hatte, ist am Mittwoch der nächste Bayern-Herausforderer. Mit Tipps für seine Ex-Kollegen ist der 28-Jährige vorsichtig, denn: "Man weiß ja nicht, mit welcher Mannschaft Bayern antreten wird, ich denke, da wird auch wieder rotiert werden..." Aber das, was immer für die Spiele gegen die Bayern gilt, sei gerade jetzt besonders zu beherzigen. Knoche: "Wir haben uns vor dem Spiel gesagt, dass wir mutig sein müssen, uns nicht verstecken dürfen."

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Zugegeben: Das sagen eigentlich alle, bevor sie gegen die Bayern antreten. Doch Knoche lässt sich auch ein paar Details entlocken: "Nicht nur lange Bälle schlagen, auch mal auf Ballbesitz spielen. Und das auch, wenn die Bayern früh angreifen, ihr Pressingspiel aufziehen. Davor darf man keine Angst haben. Uns ist das am Samstag ganz gut gelungen."

Und wenn man dann doch mal die Bälle schnell und lang spielen will, sollte man das mit Bedacht tun. Knoche: "Nach Balleroberungen den Ball kontrolliert in die Tiefe bringen - auch das ist sicherlich wichtig." Auffällig in der Defensive: Union machte vor allem die Mitte dicht, drängte die Bayern-Angriffe früh Richtung Flügel. "Wenn man die Räume im Zentrum zumacht und dort Überzahl erzeugt, haben die Bayern außen natürlich ein bisschen mehr Platz. Das lässt sich nicht verhindern - und so fiel dann ja auch leider das Tor gegen uns." Dennoch sei das generell ein gutes Mittel gegen die individuell starke Bayern-Offensive.


Dass Knoche mit seinen Unionern die Bayern ärgern konnte, war kein Zufall. Nach elf Spieltagen liegen die Köpenicker auf Europapokal-Platz sechs. "Es haben wohl die wenigsten damit gerechnet, dass es für uns so gut laufen wird", so der Ex-VfLer. Und: "Wir spielen keinen schlechten Fußball, das ist schon ganz ansehnlich", findet Knoche, der sich im Südosten Berlins, rund 15 Autominten von der Alten Försterei entfernt, gut eingelebt hat. "Nur der Verkehr ist in Berlin anders, da muss man schon ein bisschen mehr Zeit einplanen, wenn man von A nach B will..."