19. November 2020 / 14:53 Uhr

Die DEL wird bis zum Finale im Mai fast täglich spielen - Grizzlys Wolfsburg starten im Norden

Die DEL wird bis zum Finale im Mai fast täglich spielen - Grizzlys Wolfsburg starten im Norden

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das wird es in der Hauptrunde seltener geben: Wolfsburg gegen Straubing. Weil die Teams in unterschiedlichen Gruppen spielen, steigt dieses Duell in der Hauptrunde nur zwei- statt viermal. 
Das wird es in der Hauptrunde seltener geben: Wolfsburg gegen Straubing. Weil die Teams in unterschiedlichen Gruppen spielen, steigt dieses Duell in der Hauptrunde nur zwei- statt viermal.  © Boris Baschin
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Die DEL legt am 17. Dezember mit einem Eröffnungsspiel los, am 7. Mai könnte das letzte Finalspiel sein. Die Liga erklärte am Donnerstagnachmittag Details für den Start des Eishockey-Oberhauses, der zweimal verschoben worden war. Die Grizzlys Wolfsburg sind in der Nord-Gruppe eingeordnet. 

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Das ist wie ein Weihnachtsgeschenk für alle Eishockey-Fans - kurz vor Weihnachten geht es los mit der DEL. DEL-Geschäfstführer Gernot Tripcke: "Wir fühlen uns alle sehr wohl durch diese Entscheidung. Wir kommen spät aber hoffentlich umso besser, wir spielen mit allen 14 Klubs." Das Eröffnungsspiel soll am Donnerstag, 17. Dezember steigen.

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Als letzter Klub hatten die Krefeld Pinguine am Donnerstag ihre Teilnahme erklärt, die am Dienstag offenbar wegen neuerlicher Gehaltskürzungs-Diskussion einen Kurzstreik im Spiel gegen Wolfsburg eingelegt hatten.

Daniel Hopp, DEL-Aufsichtsratsmitglied und Chef der Adler Mannheim sagte: "Ich freue mich unglaublich, dass wir es geschafft haben, es war ein unglaublicher Kraftakt. Ganz großer Dank an alle Beteiligten. Die Spieler haben einen ganz großen Beitrag geleistet, Sponsoren, Fans, Gesellschafter. Ich bin glücklich, dass wir einen festen Termin haben und mit allen 14 Klubs starten."

Alle Antragsberechtigten können mit der Staatshilfe rechnen. Hopp: "Das Signal hat deutlich mit dazu beigetragen, dass wir guten Gewissens dieses Saison beginnen können."

"Ich hoffe, wir können uns nächstes Jahr auf weitere Mittel einstellen", sagte Tripcke. "Die ganze Eishockey-Familie hat alles zusammengekniffen, was es zusammenzukneifen gab, damit es wieder losgehen kann."

Der Modus: Es kann bis in den Mai gespielt werden, "aber wir haben drei Monate verloren, müssen außerdem Kosten und Pandemie im Auge behalten", so Tripcke. Gespielt wird wie erwartet in zwei Divisionen: Nord und Süd. In der Gruppe gibt es gegen jeden Gegner zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele (Doppel-Runde), Gruppen-übergreifend gibt es je ein Hin- und Rückspiel (Einfach-Runde) - das sind 24 plus 14 Partien, also insgesamt 38 Spiele. Die Entscheidung für diesen Modus fiel leicht, erläuterte Hopp.

Die Gruppen - Nord: Berlin, Wolfsburg, Bremerhaven, Düsseldorf Krefeld, Köln, Iserlohn. Süd: Schwenningen, Straubing, Augsburg, Nürnberg, München, Ingolstadt, Mannheim.

Play-Offs: Die Top Vier jeder Gruppe sind dabei. Es gibt ein Gruppen-internes Viertelfinale (Erster gegen Vierter), im Halbfinale geht es über Kreuz. Geplant ist der Modus Best of Three (zwei Siege reichen fürs Weiterkommen). Das Finale soll am am 7. Mai sein.

Sollte die Regierung das Spielen verbieten - dafür gebe es keinen Plan, es werde dann aber eng.

Wie die vier Plätze für die Champions Hockey League verteilt werden (nur Play-Off-Teilnehmer oder Einbeziehung der Gruppen-Platzierung), muss die Liga noch mit der CHL beraten.

Bei den Grizzlys Wolfsburg hatte diese Entscheidung bereits zuvor für Freude und Erleichterung gesorgt, nachdem Manager Charly Fliegauf sie verkündet hatte. Phil Hungerecker etwa sagte auf Nachfrage des SPORTBUZZER: "Mein Mitspieler Dominik Bittner hat es perfekt auf den Punkt gebracht - es ist, wie wenn man einem Baby den Schnuller weggenommen hat. Und nun haben wir ihn wieder. Es ist einfach großartig." Fliegauf, der am Donnerstag von Meeting zu Meeting hetzte, hatte das team in den letzten tagen stets über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten, teilte das endgültige Go im Gruppen-Chat mit. "Und da habe ich mich noch einmal ausdrücklich bei den Jungs bedankt, dass sie unseren Weg von Anfang an mitgegangen sind."

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Eine Dauerlösung für weitere Spielzeiten soll die Gruppen-Variante nicht werden. Sollten Teams in Quarantäne müssen - "werden wir dafür Regularien entwickeln, wie wir sie nachholen oder werten können. Dafür werden wir Lösungen finden. Wir werden alles tun, um Infektionen zu vermeiden, um den Spielbetrieb, vor allem aber die Spieler, zu schützen." Wann Quarantäne nötig ist, entscheiden die Gesundheitsämter vor Ort.

Die Grizzlys Wolfsburg haben dafür etwa ein strenges Hygiene-Regiment unter Anleitung von Teamarzt Dr. Axel Gänsslen entwickelt.

Geplant ist wegen der Pandemie-Lage erst einmal hauptsächlich die Partien in der Gruppe zu absolviere.