02. Mai 2021 / 21:31 Uhr

Die Dresden Titans können die Baskets Schwelm im Endspurt noch bezwingen

Die Dresden Titans können die Baskets Schwelm im Endspurt noch bezwingen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Georg Voigtmann: Der Ball ist im Korb.
Georg Voigtmann stopft den Ball in den Korb. Der Center erzielte 13 Punkte und 14 Rebounds. © Steffen Manig
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Die Pro-B-Basketballer aus Dresden sehen im ersten Play-off-Viertelfinale gegen Schwelm schon wie die Verlierer aus, doch können schlussendlich noch mit 68:66 Punkten gewinnen.

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Dresden. In ihrem ersten Play-off-Viertelfinalspiel haben die Pro-B-Basketballer von den Dresden Titans am Sonntag gegen die Baskets aus Schwelm eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt – zum Glück verließen sie das Spielfeld in der Margon-Arena im Stimmungshoch. Nachdem die Jungs von Trainer Fabian Strauß bis vier Minuten vor der Schlusssirene schier aussichtslos zurückgelegen hatten, konnten sie die Partie mit einem 13:1-Lauf noch umbiegen: 68:66 hieß es am Ende der vielleicht spannendsten Begegnung in dieser Saison. Mit dem vierten Sieg im vierten Play-off-Spiel wahrten die „Titanen“ ihre Chancen auf das Halbfinale, dem sie mit einem Heimsieg am Donnerstag gegen die BSW Sixers noch näher kommen können.

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Beide Mannschaften anfangs mit Problemen

Früh deutete sich am Sonntag an, dass der Weg ins Halbfinale ein steiniger werden würde, denn nach mehrwöchiger Spielpause aufgrund von Corona-Quarantäne fanden die Dresdner nur mit Mühe ins Spiel. Da die Gäste auch noch einigen „Rost“ abschütteln mussten, blieb es eng. Sie konnten im ersten Viertel die acht Punkte des gut aufgelegten Dresdner Kapitäns Georg Voigtmann kontern – Montrael Scott machte in den ersten zehn Minuten ebenfalls acht Zähler, Marco Hollersbacher und Milen Zahariev glückten Dreier. So gingen die Gäste mit einer 18:16-Führung aus dem ersten Spielabschnitt.

DURCHKLICKEN: Die Dresden Titans gewinnen das erste Play-off-Viertelfinale knapp

Fabian Strauß (mitte), der Cheftrainer klatscht Beifall. Bela Wenczel (links) und Aaron Kayser (rechts). Zur Galerie
Fabian Strauß (mitte), der Cheftrainer klatscht Beifall. Bela Wenczel (links) und Aaron Kayser (rechts). ©

Im zweiten Viertel hatten die Sachsen die Nase vorn. Mit den Centern Voigtmann und Max von der Wippel spielten die Titans ihre Größenvorteile unterm Brett aus, dann landete Spielmacher Lennard Larysz endlich auch seinen ersten Dreier. Die Schwelmer waren beeindruckt, doch nach einer Auszeit von Trainer Falk Möller blieben sie an den Dresdnern dran, die zur Pause nur knapp mit 35:33 führten.

Durststrecke im dritten Viertel

Nach Wiederbeginn glückte Zahariev gleich ein Dreier, doch Bryan Nießen antwortete im Dresdner Trikot mit wichtigen Korblegern. Nießens zehn Punkte in dieser Phase waren enorm wichtig, denn leider traf da kein anderer aus seiner Mannschaft. Scott, Zahariev und Hollersbacher zeigten sich treffsicherer und sorgten dafür, dass Schwelm letztlich das Viertel mit 27:16 gewann. So mussten die Spieler von Fabian Strauß die letzten zehn Minuten mit einem 51:60-Rückstand angehen.

Dort erhöhten die Baskets über Scott und Hollersbacher auf 64:53 – und die Partie schien entschieden. Aber dann zündeten die „Titanen“ über einen Dreier Voigtmanns noch einmal den Turbo. Ein Dunk Arne Wendlers brachte neue Energie, und Möller griff beim Stand von 65:60 zum Timeout. Aber die Titans drückten weiter, verkürzten über Nießen erneut. Als Larysz schließlich trotz Fouls auf 65:66 stellte, schien eine Minute vor Ultimo wieder alles möglich. Und Sebastian Heck lieferte mit einem Wahnsinns-Dreier genau diesen Moment, brachte 30 Sekunden vor dem Abpfiff die langersehnte Führung zurück, welche die Titans auch bis zum Ende mit aller Macht verteidigten.

Matchwinner Heck strahlte hinterher: „Nach so kurzer Vorbereitungszeit bin ich superstolz auf die Jungs und auf unsere eigentliche Stärke, die Defense, die uns am Ende das Spiel gewonnen hat. Wir glauben an uns, kämpfen immer.“

Punktbeste Dresdner Werfer: Larysz 20, Nießen 14, Voigtmann 13, Heck 5.