05. Mai 2022 / 23:59 Uhr

"Die erste Hälfte war eine Katastrophe für RB": Stimmen zur 1:3-Pleite bei den Rangers

"Die erste Hälfte war eine Katastrophe für RB": Stimmen zur 1:3-Pleite bei den Rangers

Kathleen Retzar
Leipziger Volkszeitung
James Tavernier nach dem 1:0 für die Rangers.
James Tavernier nach dem 1:0 für die Rangers. © Getty Images
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Aus der Traum von der ersten Finalteilnahme im europäischen Wettbewerb. RB Leipzig scheitert beim 1:3 (0:2) im Ibrox-Stadium nicht nur an den Glasgow Rangers, sondern auch an sich selbst. Wir haben nach dem Abpfiff erste Stimmen von Spielern, Trainer und Experten gesammelt.

Glasgow. Als die Fußball-Party im Hexenkessel Ibrox ihren Höhepunkt gefunden hatte, sanken die Spieler von RB Leipzig enttäuscht und schockiert zu Boden. Eingeschüchtert von der riesigen Atmosphäre haben die Sachsen das Finale der Europa League verpasst und den ersten von zwei möglichen Titeln verspielt. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco unterlag am Donnerstagabend 1:3 (0:2) bei den Glasgow Rangers im Halbfinal-Rückspiel und gab die 1:0-Führung aus dem ersten Duell leichtfertig aus der Hand.

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Vor etwa 50.000 lautstarken Fans schossen James Tavernier (19.), Glen Kamara (24.) und John Lundstram (81.) die aufopferungsvoll kämpfenden Rangers ins Finale nach Sevilla, wo am 18. Mai Eintracht Frankfurt als Gegner wartet. Leipzig, das durch Christopher Nkunku zwischenzeitlich verkürzte (70.), bleibt auf der Jagd nach der ersten Trophäe der Clubgeschichte in dieser Saison nur das Pokalfinale gegen den SC Freiburg.

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler, Trainer und Experten

Konrad Laimer (RB Leipzig): Keins der Gegentore war eins, wo du denkst: Wow, das ist so grandios, das kannst du nicht verhindern. Offensiv hatten wir genug Chancen, das eine oder andere Tor mehr zu machen. Nach dem 1:2 (Anschlusstreffer, d. Red.) hatten wir das Spiel komplett unter Kontrolle. Du kriegst dann das Tor nach einem Freistoß aus 40 Metern ins Nirgendwo, mit einer flanke ins Nirgendwo, einem Rebound ins Nirgendwo, wieder einer Flanke ins Nirgendwo. Wenn du in ein internationales Finale einziehen willst, ist es zu wenig, wenn du in solchen Situationen Tore kriegst. Und wenn es dann vorne fehlt, hast du es nicht verdient. Zur Galerie
Konrad Laimer (RB Leipzig): "Keins der Gegentore war eins, wo du denkst: Wow, das ist so grandios, das kannst du nicht verhindern. Offensiv hatten wir genug Chancen, das eine oder andere Tor mehr zu machen. Nach dem 1:2 (Anschlusstreffer, d. Red.) hatten wir das Spiel komplett unter Kontrolle. Du kriegst dann das Tor nach einem Freistoß aus 40 Metern ins Nirgendwo, mit einer flanke ins Nirgendwo, einem Rebound ins Nirgendwo, wieder einer Flanke ins Nirgendwo. Wenn du in ein internationales Finale einziehen willst, ist es zu wenig, wenn du in solchen Situationen Tore kriegst. Und wenn es dann vorne fehlt, hast du es nicht verdient." ©

Vom dominanten Leipziger Fußball war gerade in der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Die Sachsen ließen sich in die eigene Hälfte zurückdrängen, machten haarsträubende Fehler und fanden offensiv kaum statt. Anders dagegen die Rangers: Getragen von ihren heißblütigen Fans agierten die Schotten mit großem Einsatz, Willen und Leidenschaft, auch wenn die fußballerischen Qualitäten überschaubar blieben. Aber das reichte gegen ein schwaches RB.