12. März 2021 / 18:14 Uhr

Die ersten Bälle fliegen bereits auf den Plätzen bei Einheit Perleberg

Die ersten Bälle fliegen bereits auf den Plätzen bei Einheit Perleberg

Dirk Becker
Märkische Allgemeine Zeitung
 Nachwuchs vom SSV Einheit Perleberg trainiert wieder seit 9. März 2021
 Nachwuchs vom SSV Einheit Perleberg trainiert wieder seit 9. März 2021 © Privat
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Bei den Fußballvereinen in der Prignitz macht sich vorsichtiger Optimismus zum Start des möglichen Trainings breit.

Endlich mal wieder auf dem grünen Rasen stehen, den Ball am Fuß, die Arme weit von sich gestreckt, tief einatmen, und los. Im Jahnsportpark Perleberg wie auch anderswo im Kreis wurden in dieser Woche schon die ersten Bälle bewegt. Die jüngsten Kicker vom SSV Einheit hatten schnell ihren geliebten Fußballplatz wieder erobert. Es wurde gedribbelt und jongliert. „Die haben ihren Spaß“, sagt Jugendleiter Ulf Liebmann, „und die Trainingsbeteiligung lag bei 50 Prozent, trotz des teilweise schlechten Wetters.“

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Der Fußball-Landesverband hatte in dieser Woche die Regeln der neuen Eindämmungsvorschriften für die Pandemie näher erläutert, wonach die kontaktfreie Sportausübung von Gruppen bis maximal 10 Personen erlaubt ist. Das gilt für Fußballer ab 14 Jahren. Darüber hinaus sei das Fußballtraining von Gruppen bis maximal 20 Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr erlaubt. Bei der Berechnung der Personenanzahl würden verantwortliche Übungsleiterinnen und Übungsleiter nicht mitgezählt. Die Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen sei allerdings weiterhin untersagt.

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Euphorische Stimmung beim Landesligisten Einheit Perleberg

Genug Freiraum für die erste Männermannschaft vom SSV Einheit Perleberg, sich nach Monaten der Abstinenz ebenfalls dem Ball zu widmen – kontaktfrei, versteht sich. „Die Stimmung war euphorisch“, erzählt Landesliga-Trainer Maik Arndt, „die wollten gleich richtig loslegen.“ Aber die Zwangspause machte sich nach einer halben Stunde schon bemerkbar. „Es dauert definitiv noch drei bis vier Wochen“, so Arndt, „bis sie 90 Minuten spielen können.“ Eine zusätzliche Trainingseinheit am Samstag soll helfen, die körperlichen Defizite schneller zu beheben, „damit wir schneller in den Rhythmus kommen. Die Jungs haben auch gleich zugestimmt. Hoffentlich werden sie nicht noch einmal enttäuscht.“ Die Euphorie bei kleinen und großen Kickern, dass es womöglich jetzt wieder losgehen könnte, zieht sich vom Landesligisten bis in die Kreisklasse. Beim Vertreter der Kreisliga West, dem SVP Bad Wilsnack/Legde, ist ein Trainingsstart für den morgigen Sonntag mit dem Nachwuchs geplant. „Die Vorfreude ist ganz groß, alle warten schon sehnsüchtig auf den Start“, erzählt Vereinssprecher Stephan Michelis.

Beim BoxSV Wittenberge sind die Kids heiß auf neue Trikots

„Die Stimmung ist gut bei den Kids“, sagt Björn Rohde, Abteilungsleiter Fußball beim Pritzwalker FHV, nach dem Kleinfeldtraining der Kids in dieser Woche. Auch beim Box SV Wittenberge rollt seit gestern der Ball bei den F-Junioren, die E-Junioren werden am Montag von Sven Bober und Patrick Jochinke empfangen. „Die Kids sind schon ganz heiß darauf, ihre neuen Trikots zu präsentieren.“ Andere Trainer und Funktionäre stehen dem momentanen Geschehen noch mit mehr Skepsis gegenüber. Bei Rot-Weiß Gerdshagen, ohne Nachwuchsteams, geht es für die Männermannschaft aus der Kreisliga West vielleicht in der kommenden Woche los. „Dann werden wir uns zusammenschließen und entscheiden. Im Moment fehlt uns noch etwas die klare Linie von oben“, sagt Trainer Michael Nagl. Fragt man Eiche Weisen, Veritas Wittenberge oder den Reckenziner SV, ist die Antwort ähnlicher Natur, dass es jetzt los gehen muss. Aber allen Vereinen gemeinsam ist auch die Angst, dass der momentane Aufbruch eine Eintagsfliege wird.