22. Mai 2018 / 20:15 Uhr

Die Frauen des VfL Wolfsburg in Kiew: Glücksbringer dabei, Popp wieder fit

Die Frauen des VfL Wolfsburg in Kiew: Glücksbringer dabei, Popp wieder fit

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg bei der Anunft in Kiew
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg bei der Anunft in Kiew © Pahlmann
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Auf dem Weg zum dritten Titel 2018? Am Dienstag traten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg die Reise nach Kiew an. Am Donnerstag geht's dort im Champions-League-Finale gegen Lyon um die europäische Fußballerinnen-Krone.

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Um 17.31 Uhr Ortszeit landete der Airbus 321 der ukrainischen Windrose-Airline am Dienstag im 28 Grad warmen Kiew. Neben der Mannschaft waren Medienvertreter, Sponsoren und Fans an Bord. Alle Spielerinnen des VfL-Kaders haben die Reise angetreten, auch die in der Champions League nicht spielberechtigten Ella Masar, Claudia Neto und Kristine Minde. Am Tag nach dem Finale fliegt der VfL direkt von Kiew nach München, wo am Sonntag die Bundesliga-Partie beim FC Bayern ansteht.

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Das größte personelle Fragezeichen stand beim VfL hinter Alexandra Popp. Wegen eines kleinen Muskelfaserrisses im Oberschenkel hatte die VfL-Nationalspielerin im Liga-Spiel gegen Essen und im Pokalfinale gefehlt. Gestern, als die Mannschaft vor dem Abflug nach Kiew noch eine kleine Lockerungseinheit absolvierte, war Popp dabei, verzichtete allerdings auf Torschuss-Übungen. Trainer Stephan Lerch ist zuversichtlich, dass Popp am Donnerstag im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon spielen kann. "Wir haben ein bisschen Rücksicht genommen, damit wir kein Risiko eingehen", so der Coach. Das Abschlusstraining am Mittwoch im Valerij-Lobanowski-Stadion soll Popp, die auf der Doppel-Sechs neben Sara Gunnarsdottir einplant ist, dann normal absolvieren.

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Almuth Schult hält zwei Elfmeter. ©

Um die Kraft seiner Spielerinnen nach dem DFB-Pokalfinale am Samstag gegen Bayern mit Verlängerung und siegreichem Elfmeterschießen macht sich Lerch weniger Sorgen: "Wir haben das Training individuell dosiert und Wert auf Regeneration gelegt." Außerdem sei es "ein Finalspiel, da geht auch viel über den Kopf, da kann man auch mal über eine Grenze hinausgehen." Helfen sollen dabei auch die Fans, die zum Teil mit der Mannschaft reisten, sich zum Teil aber auch auf eigene Faust auf den Weg in die Ukraine machten. Knapp 100 Wolfsburger Anhänger werden erwartet.

Und auch der Champions-League-Glücksbringer des VfL ist in Kiew mit dabei: Der Wolfsburger Optiker Ehme de Riese, seit Jahren Anhänger der VfL-Fußballerinnen, war auch bei den Königsklassen-Endspielen 2013 in London und 2014 in Lissabon vor Ort, die der VfL gewann. Beim verlorenen Königsklassen-Finale 2016 in Reggio nell'Emilia (gegen Lyon!) hatte er gefehlt. "Diesmal kann also nichts schiefgehen", so de Riese schmunzelnd.

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Ebenfalls mit nach Kiew reiste der Wolfsburger Filmemacher Chris Krüger, Regisseur der beeindruckenden VfL-Fan-Doku "20 – DER Stress lohnt sich", der im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt hatte. Er arbeitet mit seinem Team an einer Reportage über den Weg der VfL-Fußballerinnen zu – hoffentlich – drei Titeln, die nach Abschluss der Saison eventuell im TV, auf jeden Fall aber in der Fußball-Welt zu sehen sein soll.