15. März 2019 / 19:02 Uhr

„Die Gemeinschaft macht den Verein aus“

„Die Gemeinschaft macht den Verein aus“

Felix Ehlers
Peiner Allgemeine Zeitung
André Schnotale (rechts) pendelte in der Hinrunde mehrere Monate zwischen Woltwiesche und Lüdenscheid – nun wohnt er wieder in Broistedt und kann regelmäßig trainieren.
André Schnotale (rechts) pendelte in der Hinrunde mehrere Monate zwischen Woltwiesche und Lüdenscheid – nun wohnt er wieder in Broistedt und kann regelmäßig trainieren. © Isabell Massel
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Zweimal abgestiegen, dreimal aufgestiegen und in vier verschiedenen Ligen gespielt – Viktoria Woltwiesches Bezirksliga-Fußballer André Schnotale hat in seiner Laufbahn einiges erlebt. Nachdem er in der Hinrunde beruflich bedingt kürzertreten musste, will der 31-jährige beim Aufsteiger nun wieder angreifen. 

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Seit 2016 schnürt Schnotale für Viktoria Woltwiesche seine Fußballschuhe – und das bereits zum zweiten Mal. Denn bevor er 2013 zum SV Lengede wechselte, spielte der Mittelfeld-Stratege schon einmal zwei Jahre für die Viktoria. Die guten Erinnerungen an diese Zeit waren einer der Gründe für Schnotales Rückkehr: „Ich habe mich damals sehr wohlgefühlt in der Mannschaft. Nach dem Abstieg in die Kreisliga wollte ich beim Neuaufbau mithelfen. Außerdem habe ich noch viele Freunde hier wie Sven und Oliver Bruns oder Alex Schmilewski“, erklärt der Logistikmanager.

Ebenfalls zweimal spielte Schnotale für den SV Lengede, mit dem er 2008 und 2015 in die Landesliga aufstieg und 2009 aus der Landesliga abstieg. Und in seiner Zeit bei den Freien Turnern Braunschweig spielte der 31-Jährige eine Saison in der Oberliga. „Zu Auswärtsspielen ging es im Reisebus“, erinnert sich der Mittelfeldspieler, der mit den Turnern auch aufgrund der Umstellung auf eine eingleisige Oberliga unglücklich den Klassenerhalt verpasste.

Sein am weitesten entferntes Auswärtsspiel absolvierte Schnotale 2014. Nachdem er seinen Master in Verkehr und Logistik in Salzgitter gemacht hatte, zog es ihn ein halbes Jahr für ein Praktikum nach Chicago. „Das war eine tolle Zeit. Ich war frei und hatte nach meinem Master keine Verpflichtungen“, sagt Schnotale, dem auch noch etwas Zeit zum Reisen blieb: „Silvester in Las Vegas und die Niagara-Fälle – das war schon beeindruckend.“

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Im August vergangenen Jahres verließ André Schnotale die Region erneut für ein paar Monate. Bis November arbeitete er in Lüdenscheid als Logistikmanager und pendelte regelmäßig. „Das Fußballspielen musste ich in dieser Zeit zurückstellen. Denn ich habe eine eineinhalb Jahre alte Tochter, so dass auf dem Fußball kein Fokus lag“, erklärt er.

Zurzeit lebt Schnotale wieder in Broistedt und gibt im Training Gas. „Ich muss aber schauen, wie lange das mit meinem Beruf zusammenpasst. Aber die Mannschaft ist super“, lobt der 31-jährige, dessen Team mit einem Sieg in die Rückrunde startete – bei dem vom Ex-Woltwiescher Dennis Slodczyk trainierten SV Kralenriede gewann die Viktoria 2:1 „Ein wichtiger Erfolg.“

Aufgrund des guten Auftakts geht Schnotale auch optimistisch in den Rest der Saison. „Die Gemeinschaft macht den Verein aus, und die jungen Spieler Jan Sellmann, Marcel Mach und Dustin Peschelt haben sich super integriert. Das ist ein guter Anfang, denn wir müssen gucken, dass wir nachhaltig handeln“, betont Schnotale und ergänzt: „Die erste Priorität bleibt der Nichtabstieg. Wenn wir dann noch auf einem einstelligen Tabellenplatz landen, sind wir hier alle sehr zufrieden.“

André Schnotale tippt den Bezirksliga-Spieltag der Peiner Teams:

Arminia Vechelde – Freie Turner Braunschweig II 1:1. „Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe, das zeigt auch die Tabelle. Deshalb ist ein Unentschieden denkbar.“

TSV Wendezelle – HSC Leu Braunschweig 3:1. „Ich wünsche den Wendezellern einen Sieg. Sie haben sich im Winter gut verstärkt und ich hoffe, dass kein Peiner Team absteigt.“

Viktoria Woltwiesche – FSV Schöningen 1:1. „Mit einer guten kämpferischen Leistung traue ich uns einen Punkt zu. Natürlich spielt da auch ein bisschen das Wunschdenken eine Rolle.“

Teutonia Groß Lafferde – Arminia Vöhrum (verlegt auf 7. Mai). „Die Lafferder muss man loben. Sie haben sich super etabliert und spielen oben mit. Vöhrum würde ich den Klassenerhalt auf jeden Fall gönnen.“

Von Felix Ehlers

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