06. Oktober 2019 / 19:51 Uhr

Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst erreicht mit zwei Teams das Viertelfinale

Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst erreicht mit zwei Teams das Viertelfinale

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
HSG-Coach Kai Kischel ist mit seinem Team in die nächste Runde eingezogen.
HSG-Coach Kai Kischel ist mit seinem Team in die nächste Runde eingezogen.
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Handball-Landespokal: Ahrensdorf/Schenkenhorst kommt weiter, der Ludwigsfelder HC scheidet aus.

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Der Blick richtete sich nach vorne, kurz nachdem der Sieg gesichert war, schließlich war es nur eine Zwischenetappe, die Kai Kischel mit seinem Team gemeistert hatte. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir haben das nächste Ziel unser Reise erreicht“, sagte der Coach des Handball-Brandenburgligisten HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst, „unser Ziel ist das Erreichen des Final Four. Ich habe es als Trainer mit dem HSG-Frauenteam zweimal geschafft und jetzt will ich da mit den Männern auch unbedingt hin. Potsdam ist eine schöne Erfahrung. Die sollen meine Jungs auch mal mitnehmen. Wir sind jetzt nur noch einen Sieg von der Teilnahme entfernt.“

In Bildern: Die HSG-Herren ziehen in die nächste Runde ein

Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (gelbe Trikots) hat die nächste Landespokalrunde erreicht. Zur Galerie
Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (gelbe Trikots) hat die nächste Landespokalrunde erreicht. © Marius Böttcher

Sehnsuchtsort MBS-Arena am Potsdamer Luftschiffhafen, dort wird traditionell die Endrunde des HVB-Pokals ausgetragen, das die HSG sogar mit zwei Mannschaften erreichen kann. Auch das Damenteam hat das Viertelfinale erreicht – allerdings war der Konkurrent, der LHC Cottbus, am Sonnabend nicht angetreten. „Der Gegner hatte leider vorher abgesagt“, sagt Jens Bermig, der Coach des Damenteams, der das Amt im vergangenen Sommer von Kischel übernommen hatte. „Die erste Mannschaft der Cottbusser ist ja zurückgezogen worden und die zweite Mannschaft nimmt nicht am Pokal teil. Somit sind wir wieder ohne Spiel weitergekommen.“ Bereits die Runde zuvor hatte der Brandenburgligist aus dem äußersten Nordwesten des Landkreises Teltow-Fläming durch ein Freilos überstanden.

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Das Herrenteam der „Handball-Spiel-Gemeinschaft“ musste sich am Sonnabend in Wittstock dagegen gegen Gastgeber FK Hansa 1919 (Verbandsliga) und den 1. VfL Potsdam, den Tabellenführer der Verbandsliga durchsetzen. Gegen den zwei Klassen tiefer spielenden FK Hansa aus dem hohen Norden des Landes gelang zunächst ein 24:21-Erfolg (beste HSG-Werfer waren Marius Paul und Florian Bosdorf mit jeweils fünf Treffern). „Gegen Wittstock stotterte der Motor auch noch mächtig. Viele Fehlwürfe machten uns das Leben selber schwer.

Nach dem Sieg, mussten dann ein paar klare Worte gesagt werden“, berichtet Trainer Kischel, „dass wir gegen Potsdam eine andere Leistung brauchen, um weiter zu kommen. Das hat die Mannschaft dann auch sehr gut umgesetzt. Wir haben wenig Fehler gemacht. Viele einfache Tore und eine sehr gute Abwehr waren der Schlüssel zum Sieg.“ Gegen die Reserve des Drittligisten VfL Potsdam gewann die HSG dann mit 24:13 (Maximilian Pohl, Leon Krause jeweils 6 Treffer) und ist nach dem Einzug in das Viertelfinale nur noch einen Sieg vom Erreichen des Traumziels entfernt: In der kommenden Runde werden in direkten Duellen die jeweils vier Finalisten der Frauen- und Männer-Endrunden ermittelt.

Der Ludwigsfelder HC scheidet gegen den MTV Altlandsberg aus.

Ein Lokalderby gegen den Ludwigsfelder HC kann es nicht mehr geben – das Team ist am Sonnabend aus dem Herren-Wettbewerb ausgeschieden. Der Tabellenzweite der Oberliga Ostsee-Spree unterlag zunächst dem Liga-Konkurrenten MTV Altlandsberg mit 17:18 (beste Ludwigsfelder Torschützen: Florian Storm und Phillip Gohl, jeweils 5) und siegte dann gegen Gastgeber SV Jahn (Brandenburgliga) mit 18:17 (Ole Hädrich: 5). In die nächste Runde zog jedoch der MTV Altlandsberg ein, der auch das Duell gegen Bad Freienwalde gewann (27:11).

Auf die HSG warten nun attraktive Gegner: Bereits am Dienstag der vergangenen Woche war Lok Rangsdorf gegen den Drittligisten und früheren Deutschen Meister Frankfurter HC aus dem Damen-Wettbewerb ausgeschieden. In der Erwin-Benke-Sporthalle hatte es trotz der 18:39-Niederlage des SVL ein Handballfest gegeben. Der FHC, einer der großen Favoriten auf den Landespokalsieg, könnte nun demnächst nach Ahrensdorf kommen.