20. November 2020 / 22:43 Uhr

Die Icefighters gewinnen erstes Derby der Saison bei den Saale Bulls klar

Die Icefighters gewinnen erstes Derby der Saison bei den Saale Bulls klar

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hannes Albrecht lauert auf seine Chance vor dem Tor der Saale Bulls Halle.
Hannes Albrecht lauert auf seine Chance vor dem Tor der Saale Bulls Halle. © Tilo Lautenschläger
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Die Leipziger haben das erste mitteldeutsche Derby in der Oberliga Nord mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0) Toren klar gewonnen. Sie ließen den Gastgebern in dem Geisterspiel im Hallenser Eisdom praktisch keine Chance. Die Treffer für die Sachsen erzielten Berger, Albrecht, Velecky und Israel. Am Sonntag wartet Aufsteiger EG Diez-Limburg auf die siegreichen Eishockeycracks.

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Halle. Das es so einfach werden würde, um den ersten richtigen Saisonerfolg in der Oberliga zu feiern, hätte auf Seiten der Icefighters vermutlich niemand gedacht. Gegen schwache Saale Bulls hatten die Leipziger Eishockeycracks im ersten mitteldeutschen Derby der Saison keinerlei Probleme und siegten am Freitag ungefährdet mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0) Toren.

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Der Auftakt in die Partie hätte (fast) nicht besser laufen können. Schon nach dreizehn Sekunden hatten die Icefighters die Führung auf dem Schläger. Die Saale Bulls hatten viele Probleme, um ins Match zu kommen. Doch die Kufencracks aus Leipzig konnten keinen Profit aus dieser nervösen Anfangsphase der Hallenser schlagen. Fortan wurde das Duell der Erzrivalen, wo das Fehlen der vollbesetzten Zuschauerränge merklich zu spüren war, immer niveauarmer. Beide Seiten erlaubten sich viele Fehler im Aufbau und Angriffsspiel. Die Goalies Jakub Urbisch und Eric Hoffmann hatten derbyuntypisch wenig zu tun.

DURCHKLICKEN: Das war der 7:4 der Icefighters in Halle im Februar 2020

Nach zuletzt zehn Niederlagen in der Saalestadt gelang den Icefighters mit dem 7:4-Erfolg endlich wieder ein Sieg. Zur Galerie
Nach zuletzt zehn Niederlagen in der Saalestadt gelang den Icefighters mit dem 7:4-Erfolg endlich wieder ein Sieg. ©

Zweimal hatten die Sachsen noch die Führung dem Silbertablett, doch Connor Hannon scheiterte an der Latte (8.) und Michal Velecky (15.) an Urbisch. Bezeichnend für das schlechte Powerplay beider Teams: Halles beste Chance kurz vor der Drittelpause in Unterzahl mit einem abgefälschten Schuss. „Es ist kein richtiges Derby. Die Aggressionen fehlen komplett. Wir sind spielerisch besser, machen Leipzig unnötig stark“, konstatierte Bulls-Kapitän Kai Schmitz.

Doch im zweiten Durchgang spielten die Eiskämpfer mit ihrem bis dato schwächsten Saisongegner teilweise Katz und Maus. Hubert Berger brachte in der 28. Minute mit einem Abstauber seine Mannschaft in Front. Es kam noch besser für die Icefighters: Hannes Albrecht war nach einem Bully einfach wacher als sein Gegenspieler und verwertete seine Möglichkeit zum 0:2. Diesen Doppelschlag nahm Ryan Foster, Coach der Saale Bulls, zum Anlass, eine Auszeit zu nehmen.

Der Leipziger Plan ging auf

Als Kyle Helms verletzt vom Eis und der Eismeister noch mal kommen musste, nutzte Halle die Unterbrechung zunächst besser. Der Anschlusstreffer lag in der Luft. Doch das Tor machte Michal Velecky kurz vor der zweiten Pause – sogar in Überzahl nach einer tollen Kombination zum 0:3. Florian Eichelkraut bei www.sprade,tv am Pausenmikro: „Wir haben kaum gutes Eishockey gespielt in den ersten zwei Wochen. In dem Drittel ging unser Plan voll auf, die Räume eng zu machen und zu kontern.“

Im letzten Drittel änderte sich am Bild nichts. Die Leipziger standen tief und den ideenlosen Gastgebern fiel nichts ein. Wie leicht es den Icefighters gemacht wurde, zeigte der letzte Treffer des Abends: Moritz Israel konnte ohne Gegenwehr direkt nach einem Anspiel seinen eigenen Rebound verwerten. In die Geschichtsbücher in zehn Jahren Icefighters darf sich nun Torwart Eric Hoffmann eintragen. Noch keinem Leipziger-Goalie gelang es bisher, ohne Gegentor an der Saale zu bleiben. Ein toller Erfolg, der für das wesentlich schwere Duell am Sonntag gegen den Aufsteiger EG Diez-Limburg viel Auftrieb geben sollte.