10. November 2019 / 15:43 Uhr

Die IceFighters Leipzig und der Punkt der Moral in Halle

Die IceFighters Leipzig und der Punkt der Moral in Halle

Martin Bergau
Leipziger Volkszeitung
ES906941
Ein Punkt der Moral: Das Derby in Halle ging zwar nach Penaltyschießen verloren, für die Moral war das Spiel dennoch ein Gewinn. © Eckehard Schulz
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Das Derby ging nach Penaltyschießen verloren. Doch nach einem deutlichen Rückstand kommen die Leipziger zurück, sogar der Sieg war zum Greifen nah. Obwohl es nicht gereicht hat, war die Niederlage am Ende ein Spiel für die Moral.

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Halle. Es war ein Wechselbad der Gefühle für den Leipziger Eishockey-Oberligisten am Freitagabend im Derby in Halle, das die Messestädter hauchdünn 3:4 nach Penaltyschießen verloren. Bei den Saale Bulls war zunächst durchaus ein Sieg drin, denn in den ersten 40 Minuten hatten die IceFighters das optische Übergewicht auf ihrer Seite. Doch bis dahin schossen die Sachsen keinen einzigen Treffer.

Im letzten Drittel sah es beim 0:3-Zwischenstand nach einer zu deutlichen Niederlage aus, ehe durch echte Nehmerqualitäten wieder ein Sieg zum Greifen nahe war.

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Die IceFighters aus Leipzig verlieren das Derby gegen Halle im Penaltyschießen mit 3:4. Zur Galerie
Die IceFighters aus Leipzig verlieren das Derby gegen Halle im Penaltyschießen mit 3:4. © Eckehard Schulz
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„Es ging absolut nichts rein“

Viel zu kritisieren hatte der Cheftrainer Sven Gerike deshalb nicht: „Es ist immer schwierig für einen Gast nach einem Trainerwechsel beim Gegner. Aber wir haben das ganz ordentlich gemacht. Wir haben versucht mit aggressiven Forecheck uns festzusetzen in der Hallenser Zone.“ Das gelang besonders im zweiten Drittel viel, doch ein Manko (keine Tore) war offensichtlich: „Leider haben wir die Torchancen nicht genutzt, die wir hatten. Wir haben da oft nicht die Ruhe bewahrt“, so der Coach.

In die gleiche Kerbe schlug Angreifer Huber Berger: „Es ging absolut nichts rein.“ Und dann schien mit dem Doppelpack der Bulls das Spiel völlig aus den Händen zu gleiten. Trotz des 0:3-Rückstands machten die IceFighters ihrem Namen aller Ehre und lieferten eine starke Aufholjagd.

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Gute Stimmung in der Kabine

Mit drei Powerplay-Toren, eines bei eigenem verwaisten Tor, kamen die IceFighters tatsächlich zurück. Deswegen konnte Gerike trotz der Niederlage schnell wieder nach Spielende lachen: „Bei 0:3 kommen nicht viele Mannschaften in Halle zurück. Ich bin stolz darauf, wie meine Charakter gezeigt hat. Der Ausgleich war sehr wichtig für uns. Das Penaltyschießen war Lotterie.“ Dort sicherten sich beim Debüt von Ryan Foster die Gastgeber in einem hochklassigen Spiel den Zusatzpunkt. Wie wirkliche Verlierer fühlten sich die IceFighters nach ihrem starken Comeback freilich nicht.

Berger gibt Einblicke ins Kabinenleben nach Spielende: „Natürlich waren wir zuerst aufgrund des verlorenen Penaltyschießen frustriert, aber schnell war die Stimmung wieder gut in der Kabine. Wir haben nach diesem Spielverlauf einen Punkt gewonnen. Das wusste jeder.“ Somit steigen die Leipziger Kufencracks nach ihren freien Tagen keineswegs mit gesenkten Köpfen am Dienstagabend wieder ins Training. Ginge auch nicht, denn mit Hamburg (4.), Herne (2.) und Duisburg (3.) stehen drei richtungsweisende Spiele dem Tabellenfünften der Oberliga Nord unmittelbar bevor.

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