01. April 2021 / 11:09 Uhr

Die magische 21: Leipziger Beachvolleyballer starten Crowdfunding für Hallensand

Die magische 21: Leipziger Beachvolleyballer starten Crowdfunding für Hallensand

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Die Mittel sind für die Halle auf dem Gelände von BeachL in Großzschocher sind bewilligt. Über eine Crowdfunding-Aktion soll nun das Geld für den Sand zusammenkommen.
Die Mittel sind für die Halle auf dem Gelände von BeachL in Großzschocher sind bewilligt. Über eine Crowdfunding-Aktion soll nun das Geld für den Sand zusammenkommen. © Dirk Knofe / Archiv
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BeachL will über Spenden 21000 Euro für die Anschaffung des Sandes für die neue Hallenanlage zusammenbekommen. Um dieses Ziel zu erreichen gibt man sich 21 Tage Zeit: Diese Zahl kommt nicht von ungefähr.

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Leipzig. Vom New-Beach-Order-Turnier musste Jannik Kühlborn am Sonntag nach der Vorrunde abreisen, doch der Leipziger Beach- und Hallen-Volleyballer kehrte nicht mit komplett leeren Händen aus Düsseldorf zurück. Für den Verein BeachL, bei dem Kühlborn neben seiner Spielerkarriere bei den L.E. Volleys als Headcoach arbeitet, konnte er nämlich ordentlich die Werbetrommel rühren - etwa als Kommentator bei den als Livestreams übertragenen Partien der anderen Beacher.

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BeachL plant eine Crowdfunding-Aktion vom 15. April bis 5. Mai, bei der insgesamt 21000 Euro zusammen kommen sollen. Das Geld soll in die Anschaffung von 825 Tonnen Sand für die neue Hallenanlage gehen, die BeachL auf dem vereinseigenen Gelände in Großzschocher bauen will. Die Außenanlage ist dank vieler ehrenamtlicher Arbeitsstunden bereits fertig, nachdem Fördermittelantrag vom Freistaat im November 2020 bewilligt wurde, kann nun auch eine Halle für die Wintermonate angegangen werden.

Die Summe basiert dabei auf der magischen Zahl 21, bis zu der die Sätze im Beachvolleyball gehen. Daher dauert das Crowdfunding auch 21 Tage - und wenn das Geld bis dahin nicht komplett zusammenkommt, wird es an die Spender zurückgezahlt. Der Zeitraum wiederum wurde bewusst vor dem Sachsen-Beach gewählt, der ab 20. Mai auf dem Augustusplatz über die Bühne gehen soll.

"Beach-Volleyballern den Sommer zu nehmen ist noch viel härter"

Die Finanzierung des Sandes sei auch für Notfall gesichert, dass die 21000 Euro nicht vor dem Ablaufdatum aufgetrieben werden können, erklärt Rico Büttner-Janner, der bei BeachL als Schatzmeister fungiert. Laut Büttner-Janner ist in Zukunft auch eine Kooperation mit den L.E. Volleys angedacht, zudem soll die Beach-Halle auch für den Schulsport genutzt werden können. "Die Außenanlage ist die größte ihrer Art in Mitteldeutschland und bietet ein riesiges Potenzial", betont Büttner-Janner.

Ein Problem haben die BeachL-Leute derzeit genauso wie die Mehrheit der Bevölkerung: Corona. Ein weitgehender Lockdown wäre der Super-GAU für die ehrgeizigen Pläne, so Büttner-Janner: "Beach-Volleyballern den Winter zu nehmen ist schon hart, den Sommer zu nehmen aber ist noch viel härter." Und so hofft man bei BeachL aktuell auch, dass die Inzidenzen wieder sinken, damit sich die harte Arbeit der vergangenen Jahre endlich auszahlt.