28. Juli 2022 / 21:31 Uhr

Aus für "Die Mannschaft": Ein starkes Signal von Neuendorf und eine längst überfällige Entscheidung

Aus für "Die Mannschaft": Ein starkes Signal von Neuendorf und eine längst überfällige Entscheidung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB wird die Bezeichnung Die Mannschaft ab sofort nicht mehr verwenden. Für RND-Sportchef Heiko Ostendorp sendet DFB-Präsident Bernd Neuendorf damit ein starkes Signal.
Der DFB wird die Bezeichnung "Die Mannschaft" ab sofort nicht mehr verwenden. Für RND-Sportchef Heiko Ostendorp sendet DFB-Präsident Bernd Neuendorf damit ein starkes Signal. © IMAGO/Sportfoto Rudel/dpa (Montage)
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Ab sofort wird der DFB die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht mehr mit dem Namen "Die Mannschaft" vermarkten. RND-Sportchef Heiko Ostendorp begrüßt die Entscheidung und lobt den neuen DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf.

"Die Mannschaft" ist seit heute Geschichte. Diesen Markennamen hatte der DFB seiner Fußball-Nationalelf 2015 gegeben und nun – nach sieben Jahren – wieder eingestampft. Eine längst überfällige Entscheidung, die dadurch natürlich nicht weniger richtig ist. Denn der Begriff "polarisierte" nicht nur, wie der Verband nun in diversen Umfragen herausgefunden hatte, er war vom ersten Tag an nicht mehr als ein schlechter PR-Gag.

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Fußball sollte für alle und jeden da sein – und nicht ein Team herausgehoben werden, auch wenn die deutsche Eliteauswahl natürlich weiterhin das Aushängeschild des Landes bleibt. Mit der Maßnahme wollte vor allem DFB-Direktor Oliver Bierhoff genau dies suggerieren, doch der Schuss ging grandios ins eigene Netz. "Die Mannschaft" stand eher für Arroganz und Abgehobenheit – so traten die Verantwortlichen und Spieler nach dem WM-Gewinn 2014 lange Zeit auch auf.

Während andere Betitelungen wie die italienische "Squadra Azzurra" oder die französischen "Les Bleus" über Jahrzehnte gewachsen sind, war "Die Mannschaft" einfach nur konstruiert.

Mit der Entscheidung hat der neue Präsident Bernd Neuendorf ein starkes Zeichen gesetzt und gezeigt, dass er bereit ist, durchzugreifen und Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Dazu kann man ihm nur gratulieren und mit Blick auf die Zukunft und die WM in Katar sagen: Weiter so!

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