04. August 2016 / 15:11 Uhr

„Die Marke Dynamo gehört zu Dresden“

„Die Marke Dynamo gehört zu Dresden“

Thomas Baumann-Hartwig
Dresdner Neueste Nachrichten
 Mit kommunaler Infrastruktur unterstützen: Die Stadt plant ein Trainingszentrum für Dynamo.
Mit kommunaler Infrastruktur unterstützen: Die Stadt plant ein Trainingszentrum für Dynamo. © PR
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Vor dem Saisonstart: Interview mit Sportbürgermeister Peter Lames (SPD)

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Dynamo Dresden startet in eine neue Saison. Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) glaubt, dass Dresden Profifußball auf hohem Niveau verdient hat. Die Stadt könne den Verein unterstützen, indem sie kommunale Infrastruktur schafft, erklärt er im DNN-Interview.

Am Sonnabend startet Dynamo Dresden mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg in die Zweitliga-Saison. Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames erklärt im DNN-Interview, wie die Stadt den Verein unterstützt.

DNN-Sportbuzzer:  Wie beurteilen Sie die Entwicklungen bei Dynamo Dresden?

*Peter Lames: *Sportlich und ökonomisch läuft es sehr gut. Bei der Vereinsführung und der Mitgliederschaft ist man sich der Verantwortung gegenüber der Stadt und der Stadtgesellschaft bewusst. Was wir als Stadt beitragen, ist das Schaffen von kommunaler Infrastruktur, indem wir ein Stadion zur Verfügung stellen. Die Sponsorenlage ist leider eine andere als in anderen Städten. Dresden verdient aber Profifußball auf hohem Niveau. Dynamo ist eine Marke, die zur Stadt gehört. Wenn wir von ca. zwei Millionen Euro städtischem Zuschuss zum Stadion und ca. 500 000 Besuchern in der 3. Liga ausgehen, dann entspricht das einer Aufwendung von vier Euro pro Eintrittskarte. So viel kostet, überspitzt formuliert, in anderen öffentlich geförderten Bereichen der Garderobendienst. Das muss uns der Verein wert sein.

Die Stadt will über eine Tochtergesellschaft ein neues Trainingszentrum für Dynamo finanzieren. Ein gefährlicher Weg, falls der Verein in wirtschaftliche Schieflage geraten sollte?

Das Trainingszentrum gehört zur bleibenden kommunalen Infrastruktur. Ein Verein, der wie Dynamo aufgestellt ist, muss von einer optimalen Nachwuchsarbeit profitieren. Und zwar mehr als andere, die auch nicht schlafen. Wir als Kommune schaffen Rahmenbedingungen mit einem nachhaltigen Angebot, ob das jetzt Trainingszentrum, das Nachwuchsleistungszentrum oder die Sportschulen sind.

Was sagt der Sächsische Schlösserbetrieb dazu, dass das Trainingszentrum erst 2019 kommt? Fliegt Dynamo nächstes Jahr aus dem Großen Garten?

Ich sehe den Gerichtsvollzieher nicht mit einem Räumungstitel in der Hand am Großen Garten stehen. Wir als Stadt leisten unseren Beitrag zur Lösung des Problems. Das sehen auch die Partner auf Landesebene.

Das vollständige Interview mit Sportbürgermeister Peter Lames lesen Sie in der Freitagsausgabe der DNN.

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