03. November 2020 / 19:51 Uhr

Die Mega-Pause durch Corona: So wollen die Landesligisten das Loch überbrücken

Die Mega-Pause durch Corona: So wollen die Landesligisten das Loch überbrücken

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das ist für lange Zeit vorbei: In der Landesliga haben die Klubs, wie hier Calberlah und Isenbüttel jetzt unverhoft mindestens drei Monate Pause - extrem viel.
Das ist für lange Zeit vorbei: In der Landesliga haben die Klubs, wie hier Calberlah und Isenbüttel jetzt unverhoft mindestens drei Monate Pause - extrem viel. © Sebastian Preuss
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Durch den erneuten Corona-Lockdown wird im November nicht mehr gespielt, auch im Dezember soll der Ball in der Landesliga nicht mehr rollen - der SPORTBUZZER hat bei den heimischen Teams nachgefragt, wie sie mit der langen Pause umgehen.

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Der Pflichtspielbetrieb im Fußball-Bezirk ist durch den erneuten Corona-Lockdown eingestellt, erst 2021 soll in Bezirks- und Landesligen wieder gekickt werden. Die ohnehin schon lange Winterpause ist damit also noch einen Monat länger – der SPORTBUZZER hat sich umgehört, wie die heimischen Landesligisten mit dieser Unterbrechung umgehen.

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SSV Kästorf

Die Kästorfer waren gut unterwegs, stehen auf Rang zwei. Coach Sajmir Zaimi lässt seine Spieler individuell trainieren, „damit sie nicht den ganzen Tag zu Hause an der Konsole sitzen“, so der Trainer mit einem Schmunzeln. Sollte sich im Dezember die Möglichkeit ergeben, wieder gemeinsam auf dem Platz zu trainieren, würde der SSV sie nutzen wollen. „Warum nicht?“, so Zaimi. „Es geht voraussichtlich frühestens im Februar weiter.“ Die Nachholspiele sieht Zaimi dabei nicht als Problem: „Für uns wären es 13 Spiele – bei einer normalen Staffelgröße wäre das ungefähr eine normale Rückrunde.“ Bis sie beginnt, versuchen die Kästorfer, „dass wir uns einmal die Woche via Internet sehen.“

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SV Reislingen/Neuhaus


Ein November-Plan steht für den Vorletzten Reislingen noch nicht, „wir wollen aber fit bleiben“, sagt SV-Coach Tahar Gritli. „Deshalb wollen wir noch einen Plan aufstellen, zum Beispiel als Team insgesamt 300 Kilometer im November laufen. Dazu kommen Stabilisations-Übungen.“ Dass es verfrüht in die Winterpause geht, sei ärgerlich, „für die Spieler und Trainer war Fußball ja fast wieder zur Normalität geworden. Und jetzt weiß man nicht, wann und wie es wieder losgeht“, so Gritli, der sich um das Nachhol-Programm aber keine Sorgen macht: „Das wird man beim Spielplan beachtet haben. Wenn wir Ende Februar anfangen sollten, gibt es eben ein paar Englische Wochen.“

MTV Isenbüttel

Auch Schlusslicht Isenbüttel hat sich noch nicht auf ein November-Programm festgelegt, „wir wollten erst die Info abwarten, ob es im Dezember weitergeht“, so MTV-Trainer Rouven Lütke. Dass für 2020 Feierabend ist, „war die richtige Entscheidung“, findet Lütke. „Fußball ist aktuell zweitrangig. Für uns ist es das allerwichtigste, den Kontakt als Mannschaft zu halten. Wir wollen versuchen, uns per WhatsApp ein bisschen auszutauschen, Spaß zu haben“, so der Coach. „In der Zwischenzeit atmen wird durch und warten, wie sich die Lage entwickelt.“

SV Calberlah

Aufsteiger Calberlah trainiert bereits individuell, aber nicht mit Plänen. „Wir haben nicht zwingend etwas vorgegeben, da setze ich eher auf Freiwilligkeit“, erklärt SV-Coach Stefan Timpe. „Die Jungs sind da sehr engagiert, sollen sich einfach vernünftig bewegen, dann sind wir von der Grundlage her gut aufgestellt, wenn es weitergeht.“ Wenn es die Situation erlaubt, will Timpe Mitte Januar in die Vorbereitung einsteigen, sieht die Nachholspiele aber auch wetterbedingt eher am hinteren Ende des Spielplans: „Das wird ein interessanter Zeitplan.“ Sein Team halte in der Zwischenzeit guten Kontakt, „die Jungs interagieren untereinander sowieso viel“, so Timpe. „Ich mache mir keine Sorgen, dass die mannschaftliche Geschlossenheit leiden wird.“

SSV Vorsfelde

Anders als die meisten Teams hat Vorsfelde durch den Ausfall des Duells mit Eintracht Braunschweig II sechs statt fünf Partien nachzuholen. Auch der Tabellen-Vierte trainiert individuell, die Spieler bekommen jeweils Pläne für die Pause. Bereits am Wochenende sagte Vorsfeldes Coach Willi Feer: "Vielleicht können wir Anfang Dezember mit dem Training fortfahren, aber wir wissen nicht, wann wir mit der Vorbereitung beginnen können. Das ist nicht schön, aber wir müssen es so hinnehmen." Von den heimischen Landesligisten hat Vorsfelde die längste Pause, durch die Absage der Partie bei der Eintracht-Reserve kommt beim SSV eine Woche hinzu - sein bislang letztes Spiel hat das Team am 18. Oktober gemacht, gewann das Derby in Neuhaus mit 2:1.