11. September 2019 / 21:53 Uhr

Die Mentalitäts-Monster der BSG Chemie Leipzig: 3:3 in Halberstadt

Die Mentalitäts-Monster der BSG Chemie Leipzig: 3:3 in Halberstadt

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Viel lief in Halberstadt nicht zusammen für die BSG Chemie.
Die BSG Chemie kommt nach einem 3:0-Rückstand zurück und erkämpft sich in Halberstadt ein 3:3. © Christian Donner
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Chemie Leipzig spielt nach einem 0:3-Rückstand in Halberstadt noch Remis.

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Nach der Euphorie von Frankfurt sorgte die BSG Chemie erneut für riesige Emotionen. Nach 0:3-Rückstand eroberte sie mit großer Willenskraft noch ein 3:3-Unentschieden. Dabei gab zur Halbzeit niemand auch nur einen Pfifferling für die Leutzscher. Vor dem Spiel herrschte noch Optimismus: „Wenn wir das, was wir in Frankfurt gezeigt haben, konservieren können, nehmen wir aus Halberstadt was mit“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Kühne.

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Zur Halbzeit lagen die Leutzscher 0:3 hinten. Am Ende steht eine Aufholjagd und ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Zur Galerie
Zur Halbzeit lagen die Leutzscher 0:3 hinten. Am Ende steht eine Aufholjagd und ein 3:3 auf der Anzeigetafel. © Christian Donner
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Doch die Landung auf dem Boden der Realität geriet hart. Chemie fand von Anfang an nicht ins Spiel, kam immer einen Schritt zu spät, fand nie in die Zweikämpfe. Halberstadt dagegen setzte voll auf Angriff, kam immer wieder gefährlich über die schnellen Außen. In der 7. Minute die erste Chance, als Boltze ein Rückpass zu kurz geriet und Nikolajewski gegen Twardzik auf der Linie rettete. Es folgten Chancen im Minutentakt: Kopfball Menke übers Tor (8.), Yilmaz kam frei zum Schuss, Bellot rettet zur Ecke (12.). In der 18. Minute das 1:0 durch Yilmaz nach einem Konter. Das erste vorsichtige Herantasten an das gegnerische Tor gelang Chemie in der 20. Minute, als nach einem Eckball von Boltze Nikolajewski den Abpraller knapp vorbei setzte. 2 Minuten später bereits das 2:0 für Halberstadt, als Blaser vollendete.

Ausgleich kurz vor Schluss

Die offensive Grund-Ausrichtung zahlt sich nicht aus, im Gegenteil: es fehlte die defensive Ordnung, die neuformierte Abwehr wirkte wie ein Hühnerhaufen, keiner rückte nach, man stand viel zu weit weg vom Gegner. So konnten die Hausherren immer wieder gefährlich in die Chemie-Hälfte vorstoßen und ihre Angriffe initiieren. Und weiter ging’s im munteren Regen auf das Chemietor. Drei, vier weitere Treffer hätten fallen können. Das scheinbar vorentscheidende 3:0 fiel, als ein Eckball am langen Eck wieder ins Zentrum geköpft wurde zum freistehenden Menke, der keine Mühe hatte, dass Leder unter die Latte zu köpfen. In der Halbzeit fielen laute Worte in der Kabine, vor allem Benny Boltze wurde deutlich. Daniel Heinze: „Wir mussten Gesicht zeigen, so ging es nicht weiter“. Und wie Chemie sich zeigte! Mutig wurde plötzlich nach vorn gespielt, Halberstadt staunte nur. Nach einer Stunde war es dann Tommy Kind, der zum 1:3 traf, nach dem Keßler scharf nach innen gepasst hatte.

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Dann: Foul an Valentino Schubert, der Elfmeterpfiff folgte, Thommy Kind trat an und vollendete zum 2:3. Der Anschluss in der 81. Minute. Und dann nur noch endloser Jubel, als erst Cvijtkovics Schuss auf der Linie gerettet wurde, der Ball zu Nikolajewski sprang und der Youngster in aller Ruhe das Leder aus 18 m in den Winkel zwirbelte (88.). 3:3, der Ausgleich! Und nun wollte Chemie alles, stürmte weiter. Cvijetkovic hatte wie Petracek den Siegtreffer auf dem Fuß, aber das wäre am Ende wohl doch des Guten Zuviel gewesen.

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