12. Oktober 2020 / 14:27 Uhr

Die neuen Bullen: Sechseinhalb Neuzugänge für RB Leipzig

Die neuen Bullen: Sechseinhalb Neuzugänge für RB Leipzig

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Benjamin Henrichs kam von der AS Monaco, Hee-Chan Hwang vom Schwesterklub RB Salzburg. Alexander Sörtloth kam offiziell von Crystal Palace, war zuletzt aber auf Leihbasis für den türkischen Vizemeister Trabzonspor aktiv. Drei der sechseinhalb Neuzugänge RB Leipzigs.
Benjamin Henrichs kam von der AS Monaco, Hee-Chan Hwang vom Schwesterklub RB Salzburg. Alexander Sörtloth kam offiziell von Crystal Palace, war zuletzt aber auf Leihbasis für den türkischen Vizemeister Trabzonspor aktiv. Drei der sechseinhalb Neuzugänge RB Leipzigs. © dpa/Hassenstein/Hangst/Getty Images/Montage
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Die längste Transferperiode ist vorbei. Am 5. Oktober um 17 Uhr schloss sich das Fenster zum Kauf und Verkauf von Fußballspielern. RB Leipzig hat mit Timo Werner und Patrik Schick nach der vergangenen Saison zwei wichtige Spieler ziehen lassen müssen. Aber der Kader ist dennoch gut aufgestellt.

Leipzig. Sechseinhalb Neuzugänge hat sich RB Leipzig für die anspruchsvolle Saison 2020/21 gesichert. Sechseinhalb deswegen, weil einer von den sieben neuen Akteuren eigentlich schon ein Jahr lang dabei ist: Angelinos Leihe von Manchester City wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Er hat sich ins Team eingefügt, lieferte von Beginn an und zeigt in der aktuellen Spielzeit, dass im Kader der Roten Bullen niemand an den offensiven Linksverteidiger herankommt.

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Letzter RB-Transfer war Justin Kluivert. Der 21-jährige Niederländer ist der Sohn von Barcelona-Legende Patrick Kluivert und kommt von der AS Rom, wo er nie wirklich Fuß fassen konnte. Seinen Platz in der Mannschaft soll er auf der Position des nach Fulham verliehenen Ademola Lookman finden. RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff ist nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausleihe zufrieden: „Wir können am letzten Tag des Transferfensters auf eine erfolgreich umgesetzte Kaderplanung zurückblicken.“

DURCHKLICKEN: RB Leipzigs Zu- und Abgänge im Sommer 2020

Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. ©

Fast genauso neu ist auch der norwegische Nationalspieler Alexander Sörloth. Kaum in Leipzig angekommen, wurde er schon in seinem ersten Spiel gegen Bayer Leverkusen eingewechselt. Auch gegen Schalke kam der 24-Jährige zum Einsatz. In der kurzen Zeit mit dem Team von Coach Julian Nagelsmann konnte er sich allerdings noch nicht wirklich einbringen. „Alle Neuzugänge – ich muss niemanden von ihnen besonders hervorheben – brauchen noch etwas Zeit, um sich zu integrieren“, sagt Nagelsmann.

Nachwuchstalent aus Berlin

Diese Problematik wird zusätzlich dadurch erschwert, dass Sörloth etwa drei Wochen lang vor seinem Transfer nach Leipzig nicht mehr mit einer Mannschaft trainiert hat. Dennoch ist gerade er es, der den Abgang von Timo Werner und Patrik Schick kompensieren soll. Die zwei torgefährlichen Stürmer verließen die Bullen nach der vergangenen Saison – Werner wechselte auf die Insel zum FC Chelsea, Schick wurde von Bundesligakonkurrent Bayer Leverkusen verpflichtet.

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Einer der Neuen bei den Roten Bullen ist auch Nachwuchstalent Lazar Samardzic von Hertha BSC. Bislang stand er fest im Kader, konnte gegen Schalke 04 sein Debüt im RBL-Trikot feiern. Auf seiner Idealposition hat der offensive Mittelfeldspieler im Kader aber auch mächtig viel Konkurrenz. Dennoch ist der 18-Jährige ein Versprechen für die Zukunft. Mit der deutschen U20 gewann er zuletzt 3:1 gegen die Schweiz, schoss ein Tor selbst.

Martinez reiht sich ein

Mittlerweile am besten im Kader angekommen sei laut Trainer Nagelsmann Neuzugang Benjamin Henrichs. Dabei hat der Verteidiger mit der Nummer 39 nach seinem Wechsel an die Pleiße relativ wenig trainiert, hatte Patellasehnenprobleme und ihm fehlte der Trainingsrhythmus. Er kam zwar seit Beginn der Pflichtspielsaison in jeder Partie zum Einsatz, allerdings insgesamt gerade mal 37 Minuten. Aber Nagelsmann ist zufrieden mit seiner Entwicklung: „Er hat in den letzten Wochen konstant durchtrainiert und auf sehr hohem Niveau gespielt. Er ist nahe dran, auch mal zu beginnen.“

Kollege Hee-chan Hwang ist fast genauso lange im Kader dabei wie Henrichs. Er soll zusammen mit Sörloth die abgegangenen Scorer-Punkt aufholen. Im Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg (3:0) ist der Südkoreaner gut gestartet, hat ein Tor vorbereitet und eines selbst erzielt. Danach ist er jedoch angeschlagen etwas abgefallen.

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Seit dem 15. Juli ist auch Torhüter Josep Martinez Teil der Mannschaft. Er soll perspektivisch die Nummer 2 im Bullen-Tor sein. Jedoch kann sich der Spanier bislang noch nicht gegen Philipp Tschauner durchsetzen. Nagelsmann begründet das auch mit seinen Deutschkenntnissen und der Tatsache, dass Tschauner einen stärkeren Einfluss in der Mannschaft habe. Sich gegen Peter Gulacsi – klare Nummer 1 im RB-Tor - behaupten zu wollen, erscheint in dieser Konstellation schon fast wie eine Herkulesaufgabe.

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