20. Oktober 2018 / 09:18 Uhr

"Die Pfiffe waren schade": Pascal Testroet nach der Partie gegen Ex-Club Dynamo Dresden

"Die Pfiffe waren schade": Pascal Testroet nach der Partie gegen Ex-Club Dynamo Dresden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Dynamo Pascal Testroet (links) neben Dresdens Brian Hamalainen (rechts)
Ex-Dynamo Pascal Testroet (links) neben Dresdens Brian Hamalainen (rechts) © © Dennis Hetzschold
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Es war für Pascal Testroet die erwartet emotionale Rückkehr ins Rudolf-Harbig-Stadion. Bis zum Beginn dieser Saison stürmte er für Dynamo, nun spielte er im Auer Trikot – und bereitete prompt den Treffer der „Veilchen“ vor. Nach der Partie stand er Rede und Antwort.

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Sehr, sehr interessant. In der ersten Halbzeit waren wir schon die tonangebende Mannschaft, das muss man schon sagen. Wir haben ein Superspiel gemacht, den Ball laufen lassen, Chancen rausgespielt. Der Ausgleich ist leider sehr, sehr schnell gefallen. Aber danach hatten wir auch noch zwei, drei Möglichkeiten, da hätten wir uns belohnen können. Die zweite Halbzeit wurde natürlich brutal schwer. In der 55. Minute oder so war die gelb-rote Karte. Dass dann eine Wucht entsteht bei Dynamo, mit den Fans, das konnte man erwarten. In der zweiten Halbzeit haben wir super gekämpft. Der Punkt ist aufgrund der ersten Halbzeit ein bisschen enttäuschend, aber aufgrund der zweiten Halbzeit ist es ein verdienter Punkt. Ich glaube, wir sind schon zufrieden.

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Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue (1:1) Zur Galerie
Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue (1:1) ©

Bei der Aufstellung haben schon einige Fans gepfiffen ...

Ich war offen und gespannt darauf, was passieren würde, weil mir doch viele geschrieben haben: Wenn hier jemand pfeift, dann verstehe ich die Welt nicht mehr, denn du hast zwei Jahre alles gegeben. Und es war ja auch nicht so, dass ich unbedingt den Verein verlassen wollte. Das muss man auch dazusagen. Beim Einlaufen habe ich im K-Block jemanden gesehen, der mein Trikot hochgehalten hat. Das hat mich dann schon kurz gefreut. Die Pfiffe waren schade, gehören aber scheinbar zum Fußball dazu. Aber ich glaube, ich habe mich im Spiel nicht davon beeinflussen lassen.

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(1) Markus Schubert: Kann einen Distanzschuss von Hochscheidt in der 12. Minute gut parieren. Bei Standards, Hereingaben und Abschlüssen, welche die Auer im ersten Abschnitt vor allem aus der Distanz suchen, souverän. Bei der Führung für die Gäste in der 24. Spielminute durch Philipp Riese (glücklich an den Innenpfosten) chancenlos. Steht in der 37. Minute gefährlich weit vorm eigenen Tor, kann den Ball jedoch sicher an der Strafraumgrenze klären. Zeigt in der 44. Minute bei Hochscheidts Schuss nach Vorlage von Testroet eine gute Fußabwehr. Note 2 Zur Galerie
(1) Markus Schubert: Kann einen Distanzschuss von Hochscheidt in der 12. Minute gut parieren. Bei Standards, Hereingaben und Abschlüssen, welche die Auer im ersten Abschnitt vor allem aus der Distanz suchen, souverän. Bei der Führung für die Gäste in der 24. Spielminute durch Philipp Riese (glücklich an den Innenpfosten) chancenlos. Steht in der 37. Minute gefährlich weit vorm eigenen Tor, kann den Ball jedoch sicher an der Strafraumgrenze klären. Zeigt in der 44. Minute bei Hochscheidts Schuss nach Vorlage von Testroet eine gute Fußabwehr. Note 2 ©

Waren Sie ein bisschen überrascht, dass Ihre Mannschaft Dynamo in den ersten 20 Minuten doch ganz gut im Griff hatte?

Das war für mich nicht überraschend. Denn wenn man die Spiele von Dynamo – gerade die Heimspiele – in letzter Zeit gesehen hat, dann gehen sie schon mehr durch Konter. Und dass wir verdammt gute Jungs hinten drin haben, die Fußball spielen können, das wissen wir. Die ersten fünf Minuten sind sie draufgegangen und das haben wir sehr gut entschärft. Und dann wussten wir, dass wir mehr Ballbesitz bekommen und auf die Konter aufpassen müssen. Ich habe das Spiel so erwartet, wie es auch passiert ist. Ich finde es schade, dass wir nicht Elf gegen Elf neunzig Minuten spielen konnten, das wäre interessanter gewesen.

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Sören Gonther (SG Dynamo Dresden): In der ersten halben Stunde ist ein bisschen zu viel schiefgelaufen. Da haben wir ein bisschen zu viel von dem, was wir uns eigentlich vorgenommen haben, nicht gemacht. Wir waren immer einen Schritt zu langsam im Kopf, waren bei eigenem Ballbesitz ein bisschen zu ängstlich. Aber ich glaube, dafür war es umso wichtiger, dass wir nach dem Gegentor direkt den Ausgleich machen. Von da an waren wir auch bis zur Halbzeit besser im Spiel. Zur Galerie
Sören Gonther (SG Dynamo Dresden): "In der ersten halben Stunde ist ein bisschen zu viel schiefgelaufen. Da haben wir ein bisschen zu viel von dem, was wir uns eigentlich vorgenommen haben, nicht gemacht. Wir waren immer einen Schritt zu langsam im Kopf, waren bei eigenem Ballbesitz ein bisschen zu ängstlich. Aber ich glaube, dafür war es umso wichtiger, dass wir nach dem Gegentor direkt den Ausgleich machen. Von da an waren wir auch bis zur Halbzeit besser im Spiel." ©

Hat die rote Karte Dynamo vielleicht sogar dazu gezwungen, das Spiel zu machen, weil das Kontern nicht mehr so einfach war?

Dadurch war aber so ein bisschen die Gefahr bei uns weg, weil wir ja doch mehr verteidigen mussten. Denn dass Moussa (Koné, d. Red.), „Pipo“ (Philip Heise, d. Red.) und Konsorten vorne verdammt schnell sind, das wissen wir auch. Und wenn wir dann vorne noch weiter draufgegangen wären, dann hätte die Restverteidigung mehr und mehr gefehlt. Das kam automatisch, dass wir uns zurückziehen mussten. Es war dann ein bisschen so, dass die einen machen mussten, was sie nicht so gerne machen wollen und die anderen mussten machen, was sie nicht so gerne wollen.

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Ihre Chance gegen „Schubi“ ...

Das war eigentlich auch eine typische Chance von mir, ein schneller Abschluss. Bei Sören (Gonther, d. Red.) geht er durch die Beine, bei „Schubi“ (Torwart Markus Schubert, d. Red.) auch, leider gegen die Hacke. Schade. Ich hätte mich gefreut, wenn er drin gewesen wäre.

Notiert: Caroline Grossmann