02. Oktober 2021 / 09:31 Uhr

Die Quote stimmt (noch) nicht: Torauftrag für 96-Sturmtrio in Nürnberg

Die Quote stimmt (noch) nicht: Torauftrag für 96-Sturmtrio in Nürnberg

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Freudenschrei: Linton Maina bejubelt sein Tor in Kiel, Sturmkollege Lukas Hinterseer (rechts) ist erster Gratulant. Auch Maximilian Beier (kleines Bild) wirbelt temporeich für 96.
Freudenschrei: Linton Maina bejubelt sein Tor in Kiel, Sturmkollege Lukas Hinterseer (rechts) ist erster Gratulant. Auch Maximilian Beier (kleines Bild) wirbelt temporeich für 96. © picture alliance/dpa
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Die Leistung in der Offensivabteilung von Hannover 96 stimmt. Einziges Manko: Das Sturmtrio aus Lukas Hinterseer, Linton Maina und Maximilian Beier hat in Summe erst einmal getroffen. Am Samstag (20.30 Uhr) soll die Torquote gegen den 1. FC Nürnberg aufgebessert werden. 

Dass Lukas Hinterseer weiter auf sein erstes Hannover-Tor wartet, interessiere bei 96 niemanden, sagt Trainer Jan Zimmermann forsch – „weder seine Mitspieler, noch ihn, noch mich“. Der neue Mittelstürmer sei auch ohne eigenen Treffer „ein absoluter Topgewinn“.

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Der Einsatz stimmt tatsächlich, nur der Ertrag noch nicht. Das gilt für Zimmermanns gesamtes Angriffstrio mit Hinterseer, Linton Maina und Maximilian Beier. Drei Stürmer, viel Tempo – aber erst ein Tor.

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"Wir müssen unsere Leistung bringen"

Heute (20.30 Uhr, live bei Sport1) geht es für 96 auswärts ausgerechnet gegen eine der besten Defensiven der Liga: Nürnberg kassierte in dieser Saison erst sieben Treffer, ist ungeschlagen. Zimmermann ist das egal: „Das interessiert mich nicht wirklich, wir müssen unsere Leistung bringen.“

Deshalb bleibt auch der Torauftrag für Hinterseer, Maina und Beier der gleiche fürs Spätabendspiel. Allerdings weiß der 96-Trainer zwischen „Ergebnissen und Leistung“ zu unterscheiden. Beim 1:2 gegen Sandhausen zum Beispiel sei sein Team eigentlich über weite Strecken gut gewesen, nur das Ergebnis nicht.

Die Leistung stimmt

Die Trainerrechnung geht auch beim Mittelstürmer auf: Hinterseer reißt Lücken in die gegnerische Defensive, macht Räume frei und Bälle fest – die Leistung stimmt. Nur das Ergebnis nicht: drei Spiele, null Tore. Zimmermann lobt trotzdem überschwänglich: „Er ist ein total positiver Typ, der in der Kabine eine gute Stimmung verbreitet, aber auch total motiviert und ehrgeizig auf dem Trainingsplatz.“

Dafür, dass das Sturmtrio um Hinterseer insgesamt erst ein Tor schießen konnte (Maina in Kiel), hat der 96-Trainer eine einfache Erklärung: Weil seine Wunschelf in dieser Konstellation noch nicht lange zusammenspielt, stimmen Details in der Abstimmung nicht perfekt. Auch gegen Sandhausen (1:2) sei das Team „sehr häufig in den Strafraum gekommen. Wir haben in der Mitte aber nicht den Spieler gefunden, der das Tor hätte machen können“, analysiert Zimmermann.


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Bilderstrecke: die 50 erfolgreichsten Torjäger von Hannover 96. ©

Eine Frage der Zeit

Das zu ändern sei einer der Kernpunkte in dieser Trainingswoche gewesen, verrät der Trainer. „Damit die Jungs ein Gefühl dafür bekommen: Wo läuft Lukas lieber hin, auf den ersten oder zweiten Pfosten? Wo läuft ein Linton lieber hin, kommt er in den Rückraum oder geht er in die Tiefe?

Dass die Spieler mehr miteinander harmonieren und sich aufeinander einlassen. Es ist auch eine Frage der Zeit, bis wir noch besser zueinander finden. Da werden die Abläufe immer konkreter und klarer für die Jungs.“

Sonderlob für Beier

Für Zimmermann zählt ohnehin mehr als die Trefferanzahl, darum gibt es ein Sonderlob für Leihtalent Beier. Der 18-Jährige ist bereits Vorkämpfer bei 96. „Maxi macht es vor, Linton macht es mit. Er nimmt sein Herz in die Hand und investiert eine Menge. Das macht er super, damit reißt er nicht nur die Fans, sondern auch ein paar Mitspieler mit“, lobt Zimmermann. „Und das in seinem jungen Alter! Ich werde alles dafür tun, dass das bei ihm so bleibt."

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Gute Erinnerungen

Und vielleicht ist es ja auch als ein gutes Vorzeichen zu werten, dass 96 beim bisher letzten Auswärtsspiel in Nürnberg Ende Januar gleich fünfmal traf – so oft wie sonst nicht mehr in diesem Jahr. Allerdings wird von den Torschützen vom 5:2-Sieg damals heute nur einer im Kader stehen: Außer Florent Muslija trafen Marvin Ducksch, Timo Hübers, Genki Haraguchi (alle drei gewechselt) und der aussortierte Patrick Twumasi.