10. Februar 2019 / 19:51 Uhr

Die Recken feiern Euro-Party gegen Rabotnik

Die Recken feiern Euro-Party gegen Rabotnik

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Voller Einsatz: Ilja Brozovic zieht ab. Die Recken gewannen das erste Spiel in der Gruppenphase.
Voller Einsatz: Ilja Brozovic zieht ab. Die Recken gewannen das erste Spiel in der Gruppenphase. © Florian Petrow
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Die TSV Hannover-Burgdorf gewinnt gegen HC Eurofarm Rabotnik Bitola aus Mazedonien das erste Spiel der Gruppemphase mit 24:21. Recken-Routinier Torge Johannsen: "Es war ein Ritt auf der Rasierklinge"

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Der Europapokal schafft große Emotionen...

Das zeigte sich vor allem nach dem Duell zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem HC Eurofarm Rabotnik Bitola aus Mazedonien. Die Recken-Profis tanzten nach ihrem 24:21 (16:14)-Erfolg auf dem Parkett, strahlten über das ganze Gesicht und schrieben geduldig Autogramme auf Poster und Trikots ihrer begeisterten Fangemeinde. Die Gäste aus Bitola kommentierten sauertöpfisch ihren Misserfolg. „Wir haben keine Niederlage, sondern eine Lektion kassiert“, sagte Trainer Djordje Cirkovic mit heruntergezogenen Mundwinkeln. Kollege Carlos Ortega atmete derweil tief durch und sagte: „Wir sind einfach froh, dass wir die zwei Punkte haben.“

"Ein Ritt auf der Rasierklinge"

Bilder vom Handballspiel zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem HC Eurofarm Rabotnik

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Urban Lesjak jubelt. ©
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LESENSWERT

Die Reaktionen klafften weiter auseinander als die Vorstellung der beiden Kontrahenten. Die Recken und Eurofarm boten den 3514 Zuschauern in der Swiss-Life-Hall von Beginn an eine Partie, die mehr von der Spannung als von der Qualität lebte. Der Gastgeber startete energisch. Der 20-jährige Vincent Büchner warf die ersten zwei Tore des Spiels, damit bahnte der Nachwuchsspieler den Weg zum späteren Sieg. Unterwegs ging es allerdings über manche Holperstrecke. Davon zeugen jeweils aus Recken-Sicht die Zwischenstände 7:4, 8:8, 12:8, 16:14, 22:18 und 22:21.

„Es war ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagte Torge Johannsen. Der Routinier, der in zwei Monaten 36 Jahre alt wird, spielte fast 60 Minuten auf Rechtsaußen durch und hob in der Schlussminute zum viel umjubelten Torwurf zum 24:21 ab. „Torge hat sehr gut trainiert“, sagte Ortega. „Zudem hat Timo Kastening zuletzt viel spielen müssen.“ Der 23-Jährige, torgefährlichster Recke in dieser Saison, durfte gegen Bitola verschnaufen und kam nur zu zwei Siebenmeterwürfen aufs Parkett, die er sicher verwertete.

Mehr zu den Recken

Die Recken müssen angesichts von derzeit 13 Spielen in knapp sieben Wochen mit ihren Kräften haushalten, zumal die Mannschaft vom Verletzungspech verfolgt wird. Vor dem Spiel gegen Bitola erwischte es ausgerechnet Fabian Böhm, der Rückraumspieler verletzte sich beim Aufwärmen am Knöchel und saß 60 Minuten auf der Bank. „Eine Vorsichtsmaßnahme, ich rechne damit, dass Fabian am Donnerstag in der Bundesliga wieder spielen kann“, sagte Ortega. Er musste daher im Rückraum umstellen und bot mit Kai Häfner und Nejc Cehte zwei Linkshänder auf.

Trainer Ortega warnt vor dem nächsten Gegner

Extreme boten die Halbzeiten des Duells: Im ersten Abschnitt herrschte der Tag der offenen Tore (16:14), nach dem Wechsel (8:7) machten beide dicht. „Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht konsequent genug“, kritisierte Ortega. Das besserte sich nach der Pause, aber auch die Mazedonier agierten defensiv besser: Sie nahmen den bis dahin überragenden Recken Morten Olsen (sieben Tore) in Manndeckung und damit ziemlich aus dem Spiel.

Erleichtert über den Sieg war auch Sven-Sören Chris­tophersen. „Um weiterzukommen, ist es Pflicht, daheim zu gewinnen“, sagte der Sportliche Leiter der Recken. Und der geglückte Start gibt auch Mut für die Fahrt zum RK Nexe. Die Kroaten werden die Recken noch stärker fordern – das lässt ihr Auftakterfolg bei Grundfos Tatabanya (28:27) ahnen. „Sie sind sehr variabel“, sagte Ortega warnend über den nächsten Gegner.

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