06. Juni 2021 / 12:35 Uhr

Die Rückennummer von Gifhorns Gülabi erinnert an die Heimat seiner Eltern 

Die Rückennummer von Gifhorns Gülabi erinnert an die Heimat seiner Eltern 

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trägt beim T.C. Gifhorn die Rückennummer 34: Oktay Gülabi
Trägt beim T.C. Gifhorn die Rückennummer 34: Oktay Gülabi © Privat/Montage
Anzeige

Oktay Gülabi trägt beim TC Gifhorn die Rückennummer 34. Sie steht für die türkische Stadt Istanbul, die Heimat seiner Eltern und seines Herzensklubs Besiktas. 

Anzeige

"Bereits im Jahr 2016 hatte ich mich bei der SV Gifhorn dazu entschieden, die Rückennummer 34 zu tragen. Bei meinem Wechsel zum TC Gifhorn im vergangenen Jahr habe ich erneut diese Nummer gewählt, denn ich bin ein großer Fan von Besiktas Istanbul. Jede Provinz in der Türkei ist in Nummern unterteilt, die Stadt Istanbul hat die 34. Meine Eltern sind beide in Istanbul geboren, mein Vater ist auch großer Besiktas-Fan. Ich wurde sogar nach dem ehemaligen Spieler Oktay Derelioglu benannt."

Anzeige

"Und: Hugo Almeida hatte die Nummer 34 nach seinem Wechsel im Jahr 2011 von Werder Bremen zu Besiktas gewählt, da war ich 16 Jahre alt und wollte auch diese Nummer tragen."

Mehr zur Rückennummern-Serie

"Auch meine Mitspieler Durmus Ünal und Ali Akdeniz tragen Rückennummern, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Unser Torhüter Ali wollte die Nummer sieben auf seinem Rücken tragen, da seine Heimatstadt Antalya die Nummer 07 hat. Die Nummern sieben, 17 oder auch 77 hatte er bereits in seiner Zeit beim MTV Gifhorn und bei der SV Gifhorn, aber die sieben und 17 waren bereits vergeben. Ali verfolgt die türkische Süper Lig und dort läuft Torhüter Irfan Can Efribayat von Göztepe mit der 70 auf. Auch die guten Leistungen von Efribayat haben ihn darin bestärkt, dass er sich für diese Nummer entschieden hat."

"Durmus trug bei der Gründung unseres Vereins vor zwei Jahren noch die Rückennummer elf. In der vergangenen Saison wählte er aber die Nummer 99, da seine Verlobte und er sich an einem 9. September kennengelernt haben."

Schreibt uns eure Nummerngeschichte

Der Torwart die Nummer eins – alle anderen zwei bis elf, Mittelstürmer, Torjäger die neun – diese schlichten Zeiten sind im Fußball längst vorbei. Aber warum haben manche Spieler auffällige Nummern? Manchmal steckt hinter einer scheinbar belanglosen Nummer eine Geschichte. Hier erzählen Fußballer aus der Region: "Meine Nummer und ich" – und Hinweise auf neue Nummerngeschichten sind jederzeit willkommen: sport@aller-zeitung.de oder sport@waz-online.de.