11. März 2019 / 19:54 Uhr

Die Saison der Grizzlys: Sieben Gehirnerschütterungen, sieben weitere langfristige Ausfälle

Die Saison der Grizzlys: Sieben Gehirnerschütterungen, sieben weitere langfristige Ausfälle

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Grizzlys-Saisonrückblick mit Manager Charly Fliegauf.
Der Grizzlys-Saisonrückblick mit Manager Charly Fliegauf. © Boris Baschin
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Die Saison der Grizzlys Wolfsburg war eine krasse Achterbahn-Fahrt – meistens ging es länger rasant runter als rauf. Richtig bergauf ging es erst am Schluss, als die Play-Offs praktisch verspielt waren. Erstmals nach 2008 erreichten Wolfsburgs Eishockey-Profis die Endrunde um den Titel im Eishockey-Oberhaus nicht. Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys, blickt in einer SPORTBUZZER-Serie zurück auf die Saison.

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"Wir hatten nicht die Spielerm, die die Coolness haben"

„Weder in Überzahl noch in Unterzahl lief es bei uns. Unsere schwachen Special Teams waren auch eine Folge des Kaders, der Qualität des Kaders. Wir hatten nicht die Spieler, die in bestimmten Situationen diese Coolness, die Cleverness hatten, die notwendig ist, um mal einen tollen Pass zu spielen oder vier, fünf Qualitätspässe am Stück hinzukriegen. Dann endest du da, wo du endest.

"Wahnsinn, dass das nicht gepfiffen worden ist"

Mit Jason Jaspers hatten wir einen Spieler geholt, der richtig viel Routine hat – das war auch so ein Ding. Jaspers kassierte in Berlin einen Blindside Hit. Ich hatte es nicht mitgekriegt, drei Tage später, als er beim Training fehlte, erfuhr ich, er hat auch eine Gehirnerschütterung. Dann habe ich mir das Video vom Berlin-Spiel angeschaut, und mich gewundert, ja mehr noch: ,Wahnsinn, dass das nicht gepfiffen worden ist!’

14 Spieler! Die Liste der länger oder schwer verletzten Grizzlys

Musste vor der Saison operiert werden und spielte nie: Wolfsburgs Keeper Felix Brückmann. Zur Galerie
Musste vor der Saison operiert werden und spielte nie: Wolfsburgs Keeper Felix Brückmann. ©
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"Unfassbar viel obendrauf"

Wir haben sieben Gehirnerschütterungen gehabt, das muss man sich mal vorstellen. Sieben Stück. Du hast die Labrumverletzung beim Elkins, Möchels aufgeschlitzten Oberschenkel, Syndesmoseband beim Weissi, der gleich zweimal ausfällt – ohne Gehirnerschütterung übrigens. Dazu gab es Bänderverletzungen, Adduktorenprobleme. Wir hatten das Übliche, aber unfassbar viel obendrauf.

Immer Frust in Krefeld

Trotzdem, um die Weihnachtszeit sah es besser aus. Ich hatte dann aufgrund des Spielplans gehofft, dass wir nach der Februar-Pause noch mal hinschmecken können an die Play-Off-Ränge. Und dann haben wir halt gleich wieder so ein doofes Spiel, wie wir es anscheinend fast immer haben in Krefeld: Entweder hast du Verletzte oder du spielst mies. Das Zweite war der Fall. Wir spielen ein perfektes erstes Drittel, verlieren aber 2:5 – völlig unnötig begräbst du dich da selber.“

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Im nächsten Teil:

Das Mannheim-Rätsel

Ein Fass mit Löchern

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