12. März 2019 / 19:06 Uhr

Die Saison der Grizzlys: Warum wir es nicht verdient haben, in den Play-Offs dabei zu sein

Die Saison der Grizzlys: Warum wir es nicht verdient haben, in den Play-Offs dabei zu sein

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Grizzlys-Saisonrückblick mit Manager Charly Fliegauf.
Der Grizzlys-Saisonrückblick mit Manager Charly Fliegauf. © Boris Baschin
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Die Saison der Grizzlys Wolfsburg war eine krasse Achterbahn-Fahrt – meistens ging es länger rasant runter als rauf. Richtig bergauf ging es erst am Schluss, als die Play-Offs praktisch verspielt waren. Erstmals nach 2008 erreichten Wolfsburgs Eishockey-Profis die Endrunde um den Titel im Eishockey-Oberhaus nicht. Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys, blickt in einer SPORTBUZZER-Serie zurück auf die Saison.

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„Unverständlich blieb mir letztlich, warum diese Tugenden, die wir haben und die wir bringen können, so selten aufblitzten. Natürlich kann nicht jedes Spiel ein Highlight sein. Aber vor allem zu Hause, ich nehme mal die Partien gegen Mannheim, vor allem die zweite. Die waren zwar überlegen, aber wir haben genau mit den Tugenden gespielt, für die wir stehen. Und wir haben gewonnen. Aber von diesen Tugenden war mir unter dem Strich zu selten etwas zu sehen.

Grizzlys-Manager Fliegauf über die Saison 2018/19

Elkins war ein brutaler Verlust

Da kommt dann gern auch mal die Frage nach Führungsspielern. Für mich ist zum Beispiel so ein Spieler wie der Elkins im Nachgang ein brutaler Verlust gewesen. Ich hatte nicht erwartet, dass der 20 Tore schießt, aber der ist vom Typ her einer, der gewinnen will, am Bully richtig stark ist, vom Charakter einer, der in die Rolle reinwachsen kann, der auch in der Kabine voranmarschiert. Bei uns war es dann so, dass wir über Spieler nachdenken mussten, über die wir zu Saisonbeginn nicht nachgedacht haben. Wir mussten über diese Spieler nachdenken, weil wir welche brauchten, weil sie noch auf dem Markt waren – deutsche Spieler mit gewissen Qualitäten. Wir haben ihnen eine Bühne gegeben, noch einmal reinzukommen. Und ich muss sagen, unter dem Strich haben sie es ordentlich gemacht.

Eine Saison wie ein Fass

Unsere Saison – sie war wie so ein Fass, vollgefüllt mit Wasser, dann ploppt am Anfang der Saison ein großes Stück raus, mit dem Felix, dann geht das permanent so weiter, machst du das Loch zu, dann gehen zwei andere auf, dann machst du die zu, dann fliegen wieder woanders die Stöpsel raus – so ist eigentlich unsere Saison gewesen. Flickschusterei mussten wir betreiben. Du kannst nichts Großartiges ändern, du bist gefangen in dieser miesen Situation von A bis Z. Deswegen haben wir es auch nicht verdient, in den Play-Offs dabei zu sein.“

Im nächsten Teil lesen Sie:

Endlich Konkurrenzkampf
Was richtig wehgetan hat

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

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