02. Januar 2021 / 22:22 Uhr

Die Serien halten: RB Leipzig holt sich mit Sieg in Stuttgart die Tabellenführung

Die Serien halten: RB Leipzig holt sich mit Sieg in Stuttgart die Tabellenführung

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Jubel bei RB Leipzig. Dank eines Treffers von Dani Olmo übernehmen die Roten Bullen vorerst die Tabellenführung.
Jubel bei RB Leipzig. Dank eines Treffers von Dani Olmo übernehmen die Roten Bullen vorerst die Tabellenführung. © imago images/Avanti
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RB Leipzig startet mit einem Sieg ins neue Jahr. 1:0 (0:0) gewinnen die Messestädter beim VfB Stuttgart, bleiben so im neunten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen und zum fünften Mal hintereinander ohne Gegentor. Mindestens vorübergehend grüßen die Sachsen so von der Bundesliga-Spitze.

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Stuttgart. Wer würde besser aus der Mini-Winterpause kommen: Gastgeber VfB Stuttgart oder Favorit RB Leipzig? Die klare Antwort am Samstagabend: die Messestädter. 1:0 (0:0) setzte sich die Elf von Coach Julian Nagelsmann bei den Schwaben durch, eroberte so zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der Bundesliga. Für das goldene Tor sorgte Dani Olmo in der 67. Minute.

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Forsberg vergibt Elfmeter

Die Szene der ersten Halbzeit gab es in Minute 21. Nachdem Pascal Stenzel Leipzigs Emil Forsberg im Strafraum zu Fall gebracht hatte, entschied Schiri Christian Dingert auf Elfmeter. "Das war keiner", kommentierte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat in der Pause. "Der Forsberg tritt doch dem Stenzel auf den Fuß und nicht umgekehrt." Dingert sah das anders, VAR Felix Zwayer griff nicht ein.

DURCHKLICKEN: Bilder zum Leipziger 1:0 beim VfB

Knapp aber hochverdient: RB Leipzig gewinnt dank eines Treffers von Daniel Olmo Carvajal beim VfB Stuttgart mit 1:0. Zur Galerie
Knapp aber hochverdient: RB Leipzig gewinnt dank eines Treffers von Daniel Olmo Carvajal beim VfB Stuttgart mit 1:0. ©

Der Strafstoß selbst: Eigentlich eine klare Sache für Kapitän Marcel Sabitzer, der in dieser Saison alle seiner drei Versuche im Kasten unterbrachte. Aber denkste! Der Schwede selbst schnappte sich den Ball - und hätte das lieber lassen sollen. Denn seinen Schuss - halbhoch und scharf in die Mitte - lenkte VfB-Keeper Gregor Kobel, der nach Links sprang, dank einer Klasse-Reaktion mit dem rechten Fuß an die Latte.

Vorteile für RB, aber keine Tore

Gefährlich näher sollte RB im ersten Durchgang dem Tor der Schwaben nicht kommen. Zwar sprachen Ballbesitz (knapp 60 Prozent), Pässe (311:212), Passgenauigkeit (knapp 86 Prozent) und Ballkontakte (401:309) jeweils deutlich für den Champions-League-Achtelfinalisten, aber die Gastgeber stemmten sich intensiv gegen die Bemühungen der Leipziger, verteidigten konzentriert und ließen dem Kontrahenten insgesamt wenig Lücken. Umgekehrt lauerte die Pellegrino-Elf geduldig auf Räume, um dann blitzschnell per Konter das RB-Mittelfeld zu überbrücken. Gefährliche Aktionen ergaben sich so allerdings nicht, denn auch die Dreierkette der Messestädter mit Marcel Halstenberg, Dayot Upamecano und Willi Orban standen hinten sicher. So blieb es beim 0:0 nach 45 Minuten.

Leipziger Wechsel gab es mit Wiederbeginn zunächst nicht, auch wenn sich mit Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth in der Pause zwei Stürmer intensiv warm machten. Coach Julian Nagelsmann hatte in der Kabine aber offenbar die richtigen Worte gefunden Denn RB agierte hinten nun noch ein Stück griffiger und hatte direkt nach Wiederanpfiff auch eine dicke Chance. Aber Amadou Haidara setzte den Ball nach tollem Pass von Kevin Kampl locker zwei Meter neben den Kasten - freistehend wohlgemerkt.

Olmo steht richtig

Poulsen kam dann in der 66. Minute, allerdings nicht wie vielleicht von Einigen erwartet für den zunehmend glücklosen Forsberg, sondern für Kampl. Kurz darauf klingelte es dann tatsächlich. Torschütze war allerdings nicht der Däne, sondern Dani Olmo, der nach schöner Flanke von Angelino einschob - 1:0 (67.). Mutterseelenallein hatte der Spanier zuvor am langen Pfosten gelauert. Für die Gastgeber war das ein bitterer Moment, denn der Treffer fiel mitten in eine Drangphase der Schwaben, in der es ihnen zunehmend gelungen war, sich zu befreien.

In der Schlussviertelstunde durfte dann auch Sörloth ran (für Forsberg). Nun spielte wieder fast nur noch RB. Allein Haidara hätte in dieser Phase zweimal treffen müssen. Die Leipziger Chancenverwertung, sie blieb auch im ersten Spiel 2021 verbesserungswürdig. So blieb die Gefahr groß, doch noch den Ausgleich zu fressen. In der 86. Minute hieß es entsprechend auch: Durchatmen! Denn Waldemar Anton stand plötzlich völlig frei vor Peter Gulacsi, der eine Klasse-Parade auspackte. Es war der erste echte Hochkaräter der Schwaben, die in der Schlussphase ordentlich aufdrehten.